Vortragsreihe "Künstlerinnen"

Zu allen Zeiten der Musikgeschichte waren Frauen in allen Bereichen künstlerisch tätig – auch wenn sich diese Tatsache in Bezug auf bestimmte Bereiche der Musik (etwa in Bezug auf Komponistinnen) zu bestimmten Zeiten einem breiten öffentlichen Bewusstsein entzog. Inzwischen ist die weibliche Seite der Musikgeschichte teils besser erschlossen, teils aber bedarf sie noch der Spurensuche engagierter Forscherinnen und Forscher. Die wissenschaftliche Vortragsreihe „Künstlerinnen“ an der Kunstuniversität Graz stellt Künstlerinnen aller Sparten, die bedeutende – aber oft nicht sehr bekannte – Werke hinterlassen haben oder noch schaffen, im Kontext ihrer jeweiligen Zeit vor. Unter welchen Bedingungen haben sie gearbeitet oder arbeiten sie? Welche Hindernisse standen oder stehen ihnen im Weg? Welche öffentliche Anerkennung konnten und können sie erringen? Wie stand und steht es um ihr Nachleben als Künstlerinnen? Vor allem aber: Was zeichnet ihre Werke/ihr Schaffen aus? Der Versuch, diese Fragen zu beantworten, an einer Universität für Musik und Theater unternommen, zielt zugleich auf eine Erweiterung des Repertoires und des Kanons.

 

 

Jennifer Ronyak: Fanny Hensel's Drei Lieder nach Heine von Mary Alexander: Women’s Cosmopolitan Musical and Textual Practices

Aus der Reihe "Künstlerinnen"

"Fanny Hensel's Drei Lieder nach Heine von Mary Alexander: Women’s Cosmopolitan Musical and Textual Practice"

 

Vortragende: Jennifer Ronyak

Wann: 26.11.2018, 18:00 Uhr

Wo: Palais Meran, Zi. 24

 

Der Vortrag ist für Musikwissenschaft aktuell anrechenbar!

 

Abstract und Infos zur Vortragenden:

Fanny Hensel’s Drei Lieder nach Heine von Mary Alexander: Women’s Cosmopolitan Musical and Textual Practices

Lieder from the earlier nineteenth century tend to be associated with private sociable practices, including those of elite women.  Fanny Hensel’s Lieder have proven emblematic in this respect: Hensel published few songs during her lifetime, performances of her songs occurred primarily in relatively private contexts, and Hensel frequently composed songs in relationship to domestic collaborations and correspondence with friends.  In this paper, I examine one of these correspondence-based collaborations, which Hensel undertook with the family friend Mary Alexander in London.  This collaboration between two elite women, living in London and Berlin respectively, shows how women’s private work in literary translation and setting texts in a foreign language offered routes toward cosmopolitanism in the private sphere.

The songs that resulted from this collaboration were Hensel’s Drei Lieder nach Heine von Mary Alexander (unpublished, 1834).  Alexander, who wrote letters to Fanny in Berlin halting German from London, translated poems 1, 4, and 27 from Heinrich Heine’s Die Heimkehr into English; Hensel responded with her own settings of the English-language poems which she composed in Berlin and sent back to Alexander, working in a language she had only recently acquired.  Aspects of both Alexander’s engagement with the German-language and Hensel’s engagement with English show the ways in which both women intermingled cultures and language in their own textual practices.  Hensel’s musical settings of Alexander’s translations show further evidence of an essentially cosmopolitan play between English, Scottish, and German musical and poetic traces.  Taken together, the two women’s contributions help us to form a larger picture of the private side of cosmopolitan practices during the period. 

 

Jennifer Ronyak is Senior Scientist at the Institut für Musikästhetik of the Kunstuniversität Graz.  She is the author of the book Intimacy, Performance, and the Lied in the Early Nineteenth Century, as well as publications on nineteenth-century Lieder that have appeared in the Journal of the American Musicological Society, 19th-Century Music, the Journal of Musicology, and other venues. At the Vancouver International Song Institute, as well as at the Kunstuniversität, she has also worked with student singers and pianists on the implications of her research for performance.

 

 

Fraufeld: Sichbarmachung von Musikerinnen

Aus der Reihe „Künstlerinnen“

 

PRÄSENTATION DES PROJEKTS „FRAUFELD – SICHTBARMACHUNG VON MUSIKERINNEN“

Vortragende: Verena Zeiner und Sara Zlanabitnig (Wien)

15. Oktober 2018, 18:00

Palais Meran, EG, Seminarraum 24, Leonhardstraße 15, 8010 Graz

 

FRAUFELD ist ein Projekt des Wiener Vereins "Fraufeld - zur Sichtbarmachung von Künstlerinnen“.

Es umfasst:

- Den Aufbau einer Tonträger-Serie auf der Frauen, die sich auf progressive Weise mit Formen der Komposition und Improvisation beschäftigen, ihre Musik präsentieren.

- Das Ensemble Fraufeld Fieldwork, ein Ensemble mit wechselnder Besetzung, zusammengesetzt aus Musikerinnen des stetig wachsenden Fraufeld-Pools und Gästen von außerhalb.

- Den Austausch und die Vernetzung unter MusikerInnen bzw. mit anderen Initiativen.

Ziel ist das Sichtbarmachen der großen Zahl und Vielfalt an Musikerinnen in diesem weiten Feld.

Initiiert und aufgebaut wurde FRAUFELD 2016 von der Pianistin und damals Mitorganisatorin des Vereins FREIFELD Verena Zeiner und von der Flötistin Sara Zlanabitnig.

In ihrem Vortrag werden die beiden Musikerinnen mehr über ihre bisherigen und kommenden Aktivitäten erzählen.


Monika Voithofer: "Wien scheint mich ziemlich vergessen zu haben" - Zum Wirken der Komponistin Sophie-Carmen Eckhardt-Gramatté in Österreich

Aus der Reihe "Künstlerinnen":

 

"Wien scheint mich ziemlich vergessen zu haben" - Zum Wirken der Komponistin Sophie-Carmen Eckhardt-Gramatté in Österreich

 

Vortragende: Monika Voithofer

 

Wann: 23.04.2018, 18:00 Uhr

Wo: Palais Meran, Zi. 24

 

Der Vortrag ist für Musikwissenschaft aktuell anrechenbar!

 

 

 

 

David Buschmann: "Queeres DJing"

Aus der Reihe "Künstlerinnen":

 

Queeres DJing

 

Vortragender: David Buschmann BA

 

Wann: 11.12.2017, 18:00 Uhr

Wo: Palais Meran, Seminarraum 24

 

 

 

Ilse Storb: Jazzforschung als Labor der Begegnung

Aus der Reihe "Künstlerinnen":

 

Ilse Storb: Jazzforschung als Labor der Begegnungen

 

Vortragende: Mag.art. Dr.phil. Irene Suchy

 

Wann: 19.06.2017, 18:00 Uhr

Wo: Palais Meran, Seminarraum 24

 

Der Vortrag ist für Musikwissenschaft aktuell anrechenbar!

 

 

Pornographie und Koran auf der Bühne - gibt es mögliche Darstellungsformen? Fragestellungen anhand der "Zorngebete" von Ajedina Azzedine

Aus der Reihe "Künstlerinnen":

 

Pornographie und Koran auf der Bühne - gibt es mögliche Darstellungsformen? Fragestellungen anhand der "Zorngebete" von Ajedina Azzedine

 

Vortragende: Univ. Prof. Ute Rauwald

 

Wann: 29.05.2017, 18:00 Uhr

Wo: Palais Meran, Zi. 24

 

Der Vortrag ist für Musikwissenschaft-aktuell anrechenbar!

 

 

Kunst & Ekel: Cindy Shermans "Sex Pictures"

Aus der Reihe "Künstlerinnen":

 

Kunst & Ekel: Cindy Shermans "Sex Pictures"

 

Wann: Montag, 16. Jänner 2017, 18:00 Uhr
Wo: Palais Meran, Zimmer 24

Vortragende: Mag.a Dr.inphil. Rosemarie Brucher

 

Der Vortrag ist für Musikwissenschaft-aktuell anrechenbar!

„Was ich spiele, das bin ich“ – Die kubanische Jazzpianistin Marialy Pacheco

Aus der Reihe "Künstlerinnen":

 

„Was ich spiele, das bin ich“ – Die kubanische Jazzpianistin Marialy Pacheco

 

Wann: Montag, 13. Juni 2016, 18 Uhr
Wo: Palais Meran, Seminarraum 24

Vortragende: Dr.in Christa Bruckner-Haring

Improvisation, Gender Performativity, and the Virtuosity of Excess

Externer Vortrag aus der Reihe "Künstlerinnen:

 

Improvisation, Gender Performativity, and the Virtuosity of Excess

 

Wann: Montag, 23. Mai 2016, 18 Uhr
Wo: Palais Meran, Seminarraum 24

Vortragende: Ellen Waterman

 


Abstract: Judith Butler famously described the performative nature of gender, a performance, she insists, that takes place within a scene of constraint. In this lecture I examine the negotiations of subjectivities that take place within improvisational performances by several Canadian improvisers: Inuit throat singer Tanya Tagaq, bass clarinettist Lori Freedman, and the Quebecois electroacoustic duo Mankind.  All of these musicians perform “a virtuosity of excess” that profoundly challenges the status quo.

Vor deinem Bild. Klavierwerke von Dora Pejačević

Aus der Reihe "Künstlerinnen":

 

Vor deinem Bild. Klavierwerke von Dora Pejačević

 

Wann: Montag, 2. Mai, 16 Uhr
Wo: Florentinersaal, Palais Meran

 

Konzert mit Nataša Veljković
Gespräch: Dr. Harald Haslmayr mit Nataša Veljković über Leben und Werk der Komponistin Dora Pejačević (1885-1923)

 

Die Komponistin Dora Pejačević (1885-1923) komponierte in einer – wie sie selbst sagte – „Trance der musikalischen Besessenheit“.
Sie wuchs als kroatische Gräfin auf dem Familienbesitz in Našice auf und studierte Violine, Instrumentation und Komposition in Zagreb, Dresden und München wo sie nach ihrer Heirat ab 1921 auch lebte. Zu ihren Bekannten zählten u.a. Karl Kraus und Rainer Maria Rilke.
Pejačević entwickelte eine authentische musikalische Sprache auf ihrem Weg von der späten Romantik bis hin zum Expressionismus. Gleichermaßen wie die Werke ihrer männlichen Zeitgenossen (Blagoje Bersa, Josip Hatze usw.) konstituierte ihr Opus die kroatische Moderne.
Zu Unrecht gerieten die Werke nach ihrem frühen Tod in Vergessenheit. Die in den letzten Jahren einsetzende kleine Renaissance, ist vor allem Koraljka Kos als Autorin der Pejačević-Biographie zu verdanken.
Das gesamte Klavierwerk, interpretiert von Nataša Veljković, erschien 2015 bei cpo.

Eintritt frei!

Plakat

Musik braucht Freiheit. Die Bassistin und Improvisatorin Joëlle Léandre im Portrait

Aus der Reihe "Künstlerinnen":

 

Musik braucht Freiheit. Die Bassistin und Improvisatorin Joëlle Léandre im Portrait

 

Wann: Montag, 11. April 2016, 18 Uhr
Wo: Palais Meran Zi. 24

Vortragende: Margarethe Maierhofer-Lischka

Charlotte Seither im Porträt

aus der Reihe "Künstlerinnen":

 

Charlotte Seither im Porträt

 

Wann: Montag, 7. Dezember 2015, 18 Uhr
Wo: Palais Meran Zi. 24

Vortragende: PD Dr.in Christa Brüstle M.A.

Wenn Klangkunst auf taube Ohren stößt... - Christine Sun Kim verlernt die Sound Etiquette

Aus der Reihe "Künstlerinnen":

 

Wenn Klangkunst auf taube Ohren stößt - Christine Sun Kim verlernt die Sound Etiquette

 

Datum: Montag, 12. Oktober 2015

Zeit: 18 Uhr

Ort: Palais Meran, Seminarraum 24

 

Vortragende: Mag.a Anna Benedikt M.A.

Man muss seine eigenen Grenzen überschreiten…“ – Marina Abramović und der Garten der Nomadin

"Man muss seine eigenen Grenzen überschreiten..." - Marina Abramović und der Garten der Nomadin 

 

Wann: 2. Juni, 18 Uhr

Wo: Palais Meran, Zi. 24

Vortragende: Elfriede Reissig

 

Anschließend:

"THE ARTIST IS PRESENT", Film-Dokumentation zur Performance von Marina Abramović im MoMA 2010.

Wann: 20.15 Uhr

Wo: Reiterkaserne, Foyer

In Kooperation mit der ÖH-KUG/Referat für Gender und Gleichbehandlung

"Wer eine Idee nicht nur ausdenken, sondern auch verwirklichen will, muss erfinderisch sein in der Veränderung von Strukturen." Stefanie Carp: Produktionsdramaturgin, Theaterleiterin, Chefin der Wiener Festwochen

 

"Wer eine Idee nicht nur ausdenken, sondern auch verwirklichen will, muss erfinderisch sein in der Veränderung von Strukturen." Stefanie Carp: Produktionsdramaturgin, Theaterleiterin, Chefin der Wiener Festwochen

 

Datum: Mo., 15. Juni 2015

Zeit: 18 Uhr

Ort: Palais Meran, Zi. 24

 

Vortragende: O. Univ. Prof. Dr. Evelyn Deutsch-Schreiner

"Sichtbare und unsichtbare Klangräume - das Musiktheaterschaffen von Adriana Hölszky"

 

Aus der Reihe "Komponistinnen":

 

"Sichtbare und unsichtbare Klangräume - das Musiktheaterschaffen von
 Adriana Hölszky"

 

Datum: Montag 10. November 2014

Zeit: 18.00Uhr - 19.30Uhr

Ort: Palais Meran, Seminarraum 24

 

Vortragende: Dipl. Musiklehrerin Margarethe Maierhofer-Lischka

 

Rückblick zum Vortrag

"Juliana Hodkinson, Composer in a Networked World."

Montag 2. Juni 2014 - 18:00 bis 19:30 Uhr, Seminarraum 24, Palais Meran

 

aus der Reihe Komponistinnen:

 

"Juliana Hodkinson, Composer in a Networked World."

Vortragende: BA M.A. MMus Danielle Sofer

„Was ihr an meinem Körper seht, sind Spuren der Befreiung“. – VALIE EXPORT Aktionen - 13. Jänner 2014

Zentrum für Genderforschung

Montag, 13. Jänner 2014, 18:00 bis 19:30 Uhr; Palais Meran, Seminarraum 24

Aus der Reihe „Komponistinnen“:

„Was ihr an meinem Körper seht, sind Spuren der Befreiung“. – VALIE EXPORT Aktionen

Vortragende: Mag.a Dr.inphil. Rosemarie Brucher