Kurzbiographien

Kurzbiographien Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen

Univ.Prof.in Dr.in Christa Brüstle
ist Professorin für Musikwissenschaft, Frauen- und Genderforschung am Institut 14 Musikästhetik der Kunstuniversität Graz und seit 2012 Leiterin des Zentrums für Genderforschung (KUG). Nach ihrer Dissertation über die Rezeptionsgeschichte Bruckners beschäftigte sie sich in ihrer Habilitation mit der Kompositions- und Aufführungsgeschichte neuer Musik. Auf der Grundlage eines Stipendiums forschte sie über Komponistinnen in England im 20. Jahrhundert und widmet sich aktuell der Inszenierung von Weiblichkeit in der Popmusik sowie der Rolle von Musikerinnen in der zeitgenössischen Musik. Sie publizierte Artikel über Komponistinnen in der neuen MGG und im Lexikon "Musik und Gender" (Kassel 2010), in dem sie auch den Chronik-Teil über das 20. und 21. Jahrhundert verfasst hat. 2013/14 war sie im nationalen Beirat zur Vorbereitung der 8. European Conference on Gender Equality in Higher Education (Wien 2014). Im Sommersemester 2014 übernahm sie eine Vertretungsprofessur an der Universität Heidelberg. Sie ist Mitglied im Beirat der Mariann Steegmann Foundation sowie im Vorstand des Instituts für Neue Musik und Musikerziehung (Darmstadt). Als Professorin betreut sie Dissertationen der künstlerischen und wissenschaftlichen Doktoratsschule der Kunstuniversität Graz, und sie ist als Gutachterin für internationale Forschungsförderungseinrichtungen (u.a. DFG, SNF, DAAD, Czech Science Foundation) tätig.

 

Ass.Prof.in Dr.in Rosemarie Brucher
Studium der Theater-, Film- und Medienwissenschaft, Germanistik und Komparatistik an den Universitäten Wien und Leipzig. 2007 Abschluss mit einer Magisterarbeit zu dem Wiener Aktionisten Günter Brus. 2012 folgte die Doktorarbeit Subjektermächtigung und Naturunterwerfung. Künstlerische Selbstverletzung im Zeichen Kants Ästhetik des Erhabenen. 2008-2009 Assistentin am Institut für Germanistik der Universität Wien. Von 2009-2012 Doc-Stipendiatin der österreichischen Akademie der Wissenschaft, zugleich wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Germanistik Wien. 2011-2012 assoziiertes Mitglied des Graduiertenkollegs InterAct der Freien Universität Berlin. 2012-2013 wissenschaftliche Mitarbeiterin (Post-Doc) im Fachbereich Theaterwissenschaft und Gender der UdK Berlin. 2013 Vertretung einer Juniorprofessur ebendort. Seit August 2013 Senior Scientist für Theaterwissenschaft am Zentrum für Genderforschung der Kunstuniversität Graz. August 2014-2016 Visiting Scholar am German Department der New York University, finanziert durch ein Max Kade-Stipendium der österreichischen Akademie der Wissenschaft. Seit 2016 stellvertretende Leiterin des ZfG und seit WS 2018 Assistenzprofessorin für Theaterwissenschaft.
(Telefon KUG: +43 316 389 3530)

 

Mag.a Anna K. Benedikt, MA PhD
Anna K. Benedikt, geboren 1984, studierte Musikwissenschaft und Europäische Frauen- und Geschlechtergeschichte an der Universität Wien und Nottingham. 2018 Promotion an der Kunstuniversität Graz zum Thema „Körper.Behinderung.Musik. Das Verhältnis von Körperbehinderung und Musik im 20. Und 21. Jahrhundert“. Zertifizierte Beraterin für die Bereiche Gender und Diversity. 2012-2017 Universitätsassistentin PraeDoc am Zentrum für Genderforschung der Kunstuniversität Graz. Seit Februar 2018 Senior Scientist für Gender und Diversity ebendort. 2014-2015 Forschungsaufenthalte an der University of Huddersfield (Centre for the Study of Music, Gender and Identity) und der City University New York (Music Department), finanziert durch ein Marietta Blau-Stipendium des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung. Bisherige Vortragstätigkeit u.a. Trinity College Dublin, University of the Arts London, University of Huddersfield, City University New York, Johannes Kepler Universität Linz, Landesarchiv Kärnten
(Telefon KUG: +43 316 389 3504)

 

Nadine Scharfetter
Nadine Scharfetter absolvierte an der Kunstuniversität Graz und der Universität Graz das interuniversitäre Bachelor- und Masterstudium Musikologie. Für ihre akademischen Leistungen erhielt sie mehrere Stipendien und Preise. Im Studienjahr 2012/13 war sie als studentische Mitarbeiterin am Institut für Musikwissenschaft der Universität Graz tätig. Danach folgten diverse Anstellungen an der Kunstuniversität Graz. Seit 2014 absolviert sie an der Universität Graz eine Zusatzausbildung im Bereich Kulturmanagement. Im WS 2014/15 begann sie ihr Doktoratsstudium an der Kunstuniversität Graz und verfasst ihre Dissertation über den Aspekt des Körperlichen im experimentellen Musiktheater Dieter Schnebels. Für ihr Dissertationsprojekt wurde ihr 2016 das DOC-Stipendium der Österreichischen Akademie der Wissenschaften verliehen.
(Telefon KUG: +43 316 389 3649)

 

Daniela Schwar
Daniela Schwar, geboren 1991, war von Oktober 2016 bis Jänner 2018 studentische Mitarbeiterin  und ist seit Jänner 2018 als Referentin am Zentrum für Genderforschung der Kunstuniversität Graz tätig. Sie studiert Musikologie an der Kunstuniversität Graz und an der Karl Franzens Universität Graz. Zuvor besuchte sie das Bundesgymnasium Rein. Seit vielen Jahren ist sie auch musikalisch tätig. Mit sechs Jahren begann sie Flötenunterricht zu nehmen. Seit ihrem achten Lebensjahr spielt sie Gitarre. In ihrer Freizeit singt sie im Chor „Insieme“ in Hitzendorf (Heimatgemeinde). Nebenbei ist sie als Musiklehrerin für Blockflöte und Gitarre tätig und macht musikalische Umrahmungen bei besonderen Anlässen wie bei Taufen oder bei Hochzeiten.
(Telefon KUG: +43 316 389 3534)

 

Pia-Sophie Lenz
Pia-Sophie Lenz, geboren 1997, ist seit Oktober 2018 studentische Mitarbeiterin am Zentrum für Genderforschung der Kunstuniversität Graz. Sie studiert Musikologie (Abschluss Bachelorstudium voraussichtlich im Februar 2019 mit einer Geschichte über US-amerikanische all-girl Bands in den 1940ern) an der Kunstuniversität sowie der Karl-Franzens-Universität Graz. Sie ist seit ihrem 11. Lebensjahr  musikalisch aktiv (Beginn an der Musikhauptschule St. Johann im Pongau),  seitdem spielt sie Klavier und singt, vor 8 Jahren begann sie eine musikalische Ausbildung an akustischer und E-Gitarre und von März 2017 bis Februar 2018 sang sie im Chor des Johann-Joseph-Fux Konservatorium Graz. Von April bis Juli 2018 war sie studentische Mitarbeiterin am Institut für Jazzforschung an der Kunstuniversität Graz, ende Juli absolvierte sie ein Praktikum bei der 15. Internationalen Konferenz zu Musikwahrnehmung und Kognition (ICMPC) und der 10. dreijährlichen Konferenz der europäischen Gesellschaft für Kognitionswissenschaft und Musik am Institut für Musikwissenschaften der Karl-Franzens-Universität Graz.

 

 

 

Kurzbiographien Lehrende

ELISABETH HARNIK
1970 in Graz geboren, studierte zunächst klassisches Klavier, später folgte das Kompositionsstudium bei Beat Furrer an der Kunstuniversität Graz. Ihre kompositorischen Aktivitäten führen zu Aufträgen und Aufführungen, etwa beim Komponistenforum Mittersill, beim Musikprotokoll, bei den Klangspuren Schwaz, bei Wien Modern, beim Transart Festival Bozen, bei den Münchner Opernfestspielen, beim Soundings Festival London, beim Moving Sounds Festival NYC oder am Grazer Opernhaus. Ihre Werke wurden u.a. interpretiert durch die Ensembles Zeitfluss, Schallfeld, Klangforum, die reihe, Kontrapunkte, Reconsil, Phace, Platypus, das Trio Amos, das Trio Eis, Airborne Extended, das RSO Wien, das Thürmchen Ensemble Köln, das Ensemble Tonfall der Duisburger Philharmoniker, das Ensemble Crush Duisburg, das Fidelio Trio London, das Cantus Ensemble Zagreb, das Ensemble mise-en New York u.a. Als Improvisationsmusikerin ist seit 1996 solo und in Ensembles mit exponierten Vertreter*innen des zeitgenössischen Jazz weltweit zu hören. CD-Veröffentlichungen dokumentieren ihre kompositorische und pianistische Tätigkeit und sie erhielt zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen. 2017 war sie Preisträgerin des SKE Publicity Awards.
Weitere Informationen unter: www.elisabeth-harnik.at

 

KATHARINA HOTTMANN
studierte Höheres Lehramt mit den Fächern Musik und Deutsch an der Hochschule für Musik und Theater Hannover und der Universität Hannover. 2005 Dissertation zur Opernästhetik von Richard Strauss; dafür erhielt sie 2007 den Hermann-Abert-Preis der Gesellschaft für Musikforschung. Von 2006 bis 2006 war sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg im Bereich Musikwissenschaft und Gender Studies, von 2007–2014 Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Hamburg; 2015 Habilitation (»Auf! stimmt ein freies Scherzlied an«. Weltliche Liedkultur im Hamburg der Aufklärung). Im Sommersemester 2011 übernahm sie eine Professurvertretung an der UdK Berlin. Von SS 2016–SS 2018 Vertretungsprofessur an der Universität Hamburg, im SS 2018 und WS 2018/19 Vertretungsprofessur an der Universität Kiel. Sie ist Sprecherin der Fachgruppe Frauen- und Genderstudien der GfM und Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat des Jahrbuchs »Musik und Gender«.
Forschungsschwerpunkte: Kultur- und Alltagsgeschichte der Musik, Lieder und Musiktheater im 17. bis 20. Jahrhundert, Richard Strauss, Geschlechtergeschichte und Musik

 

DANIEL RADEMACHER
ist freier Theatermacher und promovierter Medien- und Kulturwissenschaftler. In seiner Promotion hat er das Zuhören zwischen Schauspielenden im darstellenden Spiel mit künstlerisch-forschenden Ansätzen untersucht. Als Regisseur hat er am Düsseldorfer Schauspielhaus, dem Theaterhaus an der Gessnerallee in Zürich, dem Schlachthaustheater in Bern und an anderen Orten gearbeitet. Zudem ist er für verschiedene Choreograph*innen als Dramaturg tätig und hat zahlreiche Projekte zwischen Tanz und Performance entwickelt. 2016 hat die Arbeit „LEVIAH“ den Kölner Theaterpreis erhalten. Als Dozent für zeitgenössische Theaterpraxis ist Daniel Rademacher an der Heinrich-Heine-Universität, der Hochschule Niederrhein und an anderen Hochschulen tätig. Eine leitende Perspektive seiner Lehre besteht darin, die eigenen problematischen Gefüge des Theaters - Gender, Macht und Wissen - zum Gegenstand zu machen. Diese Sensibilisierungen dürfen jedoch nicht zu einer generellen Ablehnung des Theaters führen. Vielmehr können sie als spannungsgeladene Bedingungen einer kritischen Theaterpraxis begriffen werden.

 

HANNA BOSMA
Hannah Bosma's research interests are electroacoustic music, voice, gender, and preservation. She defended her doctoral dissertation The Electronic Cry: Voice and Gender in Electroacoustic Music at the University of Amsterdam in December 2013. Her articles on gender and electroacoustic music are published in The Routledge Companion to Sounding Art , Contemporary Music Review and other academic journals and books. She was guest editor for the Organised Sound 8/1 issue on gender and music technology (2003). With film scholar Patricia Pisters she wrote a book on pop star Madonna (in Dutch, 1999).
1998–2013, she worked as a specialist electroacoustic music (NEAR) at the Dutch music institute Donemus / MCN and in 2014–2015 as a researcher for a project on born digital heritage in film, photography, architecture and media art. She organized the conference The Art of Voice Synthesis (2016, University of Amsterdam, www.artificialvoice.nl) and is currently working on a book as a follow-up. Recently, the Dutch organization for scientific research NWO awarded funding for her 4-year postdoc research project "Preservation as performance: liveness, loss and viability in electroacoustic music".