Wintersemester 2015/2016

Biographie in genderspezifischer Musikgeschichtsschreibung (Vorlesung)

Dr.in Irene Suchy

Ausgehend vom aktuellen Biographie-theoretischen Diskurs wird eine Gender-sensible Biographik in Bezug auf Musikschaffende referiert. Die Erforschung der Kriterien einer Gender-sensiblen Biographik führt in die Wissenschaftsgeschichte des Faches. Als Fallstudien der Vorlesung werden Biographien über eine Verlegerin - Yella Hertzka, eine Librettistin - Rosa Mayreder, eine Komponistin - Lilly Lieser und eine Interpretin -Amalie Joachim zum Ausgangspunkt eigener Erarbeitung genommen. Es werden biographische Konzepte in der Musikgeschichtsschreibung und in künstlerischen Kontexten erörtert, von Berufsbiographien bis zu biographischen Opern, von der Frage der Biographiewürdigkeit zur Idealisierung und zum Geniebegriff, von der Quellenforschung zum biographischen Interview.

 

Termine:
01.10.2015 17.00-20.00 Uhr   Palais Meran, EG, Zi. 24
15.10.2015 17.00-20.00 Uhr   Palais Meran, EG, Zi. 24
29.10.2015 17.00-20.00 Uhr   Palais Meran, EG, Zi. 24
12.11.2015 17.00-20.00 Uhr   Palais Meran, EG, Zi. 24
26.11.2015 17.00-20.00 Uhr   Palais Meran, EG, Zi. 24
10.12.2015 17.00-20.00 Uhr   Palais Meran, EG, Zi. 24 
14.1.2016   17.00-20.00 Uhr   Palais Meran, EG, Zi. 24
(optional als Prüfungstermin: Donnerstag, 28.01.2016)

 

 

Gender in Performance FWF (Übung)

Hanna Rohn, Bakk.phil.

Von Shakespeare über Valie Export zu Lily Allen: Repräsentationen von Geschlecht/Gender sind in allen Kunstformen ein immer wiederkehrendes Thema. Unser (soziales) Geschlecht ist im alltäglichen Leben wie auf der Bühne eine Kategorie, mit der wir ständig konfrontiert werden, z.B. durch gesellschaftliche Erwartungen, Rollenbilder und angenommene Verhaltensrepertoires. Für PerformerInnen/Bühnenmenschen ist die Gestaltung von Gender von erhöhter Bedeutung, da ihr "doing gender" vor Publikum abläuft. Sie können dadurch stärkerer Kritik ausgesetzt sein, ihnen bietet sich aber auch die Chance, Geschlechterverhältnisse öffentlichkeitswirksam mitzugestalten und so als gesellschaftliche Vorbilder zu agieren. Die praktisch angelegte LV lädt ein, künstlerische Strategien aus Theater, Live Art, Performance und anderen Disziplinen zum Aufbrechen von gesellschaftlichen Zuschreibungen zu entwickeln, lustvoll mit Geschlecht und Verhaltens-/Rollenrepertoires zu experimentieren sowie ein genderkritisches Bewusstsein für die eigene sowie fremde künstlerische Praxis zu entwickeln. Wir werden uns in der LV u.a. mit folgenden Themenkreisen beschäftigen: Doing/Undoing Gender, Körpersprache und Körperbilder, Gender-Crossing und Cross-Dressing, Mediale Repräsentationen von Geschlecht: u.a. genderbewusste PR, Nacktheit auf der Bühne Liebe, Sex, Beziehungen in Performances, Darstellungen von Gewalt, Bewusste Rollengestaltung...

 

Termine:
Mittwoch, 14.10.2015,  17.30-19.00 Uhr  Brandhofgasse 18, EG, Zi. 3
Freitag,     20.11.2015,  14.00-18.00 Uhr  Brandhofgasse 18, EG, Zi. 3
Samstag,  21.11.2015,  10.00-18:00 Uhr  Brandhofgasse 18, EG, Zi. 3
Freitag,     04.12.2015,  14.00-18:00 Uhr  Leonhardstraße 19, EG, Ballettsaal
Samstag,  05.12.2015,  10.00-18:00 Uhr  Brandhofgasse 18, EG, Zi. 3

 

 

Identität - Undoing Gender FWF (Kurs)

Barbara Lüneburg, PhD

In dem Kurs "Identität - Undoing Gender" soll in Gruppenarbeit die eigene Identität und empfundene Genderzugehörigkeit erschlossen, die Möglichkeit der Brechung vorgeformter Perspektiven und Rollen erforscht und beides künstlerisch dargestellt werden.
Inhaltlich geht es darum theoretisch und künstlerisch-praktisch über Frage nachzudenken wie:

Was ist Identität? Wie bestimmt sich Identität für mich persönlich? In meinem Umfeld, in meinem Kulturkreis? Wie empfinde ich meine Genderidentität? Inwieweit ist meine (Gender)identität von mir gestaltet? Wie ist sie von meiner sozialen Umgebung beeinflusst? Inwiefern kann (und will) ich aus vorgeformten Rollen heraustreten?

In einem weiteren Schritt sollen diese Erkenntnisse in die Entwicklung eines Blogs (Identität - Undoing Gender), und eine audiovisuelle Installation (ev. verbunden mit einer Live-Aufführung) münden. Es geht dabei um eine künstlerische Realisierung in Firm von Texten, Bildmaterial, Videos, Interviews und Kompositionen (Remix, Soundscapes, Collagen), die auf dem Blog ausgetestet und in einer audiovisuellen Installation manifestiert werden sollen.

 

Termine:
Montag,   12.10.2015  17-19.15 Uhr
Dienstag, 27.10.2015  17-19.15 Uhr 
Montag,   09.11.2015  17-19.15 Uhr
Montag,   23.11.2015  17-19.15 Uhr
Montag,   07.12.2015  17-19.15 Uhr
Montag,   14.12.2015  17-19.15 Uhr
Montag,   11.01.2016  16-19.00 Uhr
Montag,   25.01.2016  16-19.45 Uhr

 

 

Zur Ästhetik von Geschlechterdarstellungen in der Popularmusik (Vorlesung+Übung)

Dr.in Susanne Sackl-Sharif

Nach einer kurzen Einführung in Geschlechtertheorien werden ausgewählte Bereiche der Rock- und Popmusikforschung in Hinblick auf Geschlechterbilder und Genderaspekten diskutiert. Zum einen werden Männlichkeits- und Weiblichkeitsvorstellungen in unterschiedlichen musikalischen Genres wie Metal oder HipHop betrachtet. Zum anderen werden die Darstellungsweisen von Geschlechterbildern in unterschiedlichen Massenmedien wie Videoclips und Printmedien diskutiert und die Frage gestellt, welches Subventionspotenzial Videoclips und andere Medien der populären Kulturen innewohnt.
Neben Referaten ist in der Lehrveranstaltung außerdem eine Beobachtungsübung auf einem Rock- oder Popmusikkonzert in Graz geplant, die gemeinsam von den Studierenden und den Lehrenden durchgeführt wird.

 

Termine:
Mittwoch, 07.10.2015,  16.00-17.30 Uhr  Brandhofgasse 18, EG, Zi. 2
Mittwoch, 14.10.2015,  16.00-17.30 Uhr  Brandhofgasse 18, EG, Zi. 2
Mittwoch, 21.10.2015,  16.00-17.30 Uhr  Brandhofgasse 18, EG, Zi. 2
Mittwoch, 28.10.2015,  16.00-17.30 Uhr  Brandhofgasse 18, EG, Zi. 2
Mittwoch, 04.11.2015,  16.00-17.30 Uhr  Brandhofgasse 18, EG, Zi. 2
Mittwoch, 11.11.2015,  16.00-17.30 Uhr  Brandhofgasse 18, EG, Zi. 2
Mittwoch, 18.11.2015,  16.00-17.30 Uhr  Brandhofgasse 18, EG, Zi. 2
Mittwoch, 25.11.2015,  16.00-17.30 Uhr  Brandhofgasse 18, EG, Zi. 2
Mittwoch, 02.12.1205,  16.00-17.30 Uhr  Brandhofgasse 18, EG, Zi. 2
Mittwoch, 09.12.2015,  16.00-17.30 Uhr  Brandhofgasse 18, EG, Zi. 2
Mittwoch, 16.12.2015,  16.00-17.30 Uhr  Brandhofgasse 18, EG, Zi. 2
Mittwoch, 13.01.2016,  16.00-17.30 Uhr  Brandhofgasse 18, EG, Zi. 2
Mittwoch, 20.01.2016,  16.00-17.30 Uhr  Brandhofgasse 18, EG, Zi. 2
Mittwoch, 27.01.2016,  16.00-17.30 Uhr  Brandhofgasse 18, EG, Zi. 2

 

 

Musik und Behinderung. Einführung in die Disability Studies aus musikwissenschaftlicher Perspektive FWF (Vorlesung+Übung)

Mag.a.phil. Anna Benedikt, M.A.

"Disability Studies" bezeichnet eine interdisziplinäre Forschungsperspektive, die die soziale, historische und kulturelle Konstruktion von Behinderung untersucht. In dieser Lehrveranstaltung wird hinterfragt wie Behinderung in musikalischen Kontext konstruiert/thematisiert wird. Wie beeinflusst die Kategorie Behinderung (musikalische) Identitäten)? Wie wird Behinderung in musikalischen Diskursen und Narrativen konstruiert? Wie wird Behinderung musikalisch verarbeitet.