Sommersemester 2016

Geschlechterdarstellungen in der Rock- und Popmusik (Proseminar)

Dr.in Doris Leibetseder

Hegemoniale und subversive Geschlechterimaginationen und -konzeptionen werden anhand von Musikvideos erklärt. In der Einführung geht es um die Schnittstelle von Gender Studies und Cultural Studies, die weiter an den Begriffserklärungen von Hegemonie und Subversion vertieft wird.
Hegemoniale Männlichkeitsbilder und Homosozialität in der Rock- und Popmusik werden vorgestellt u. daraufhin analysiert. Danach werden subversive Strategien der Geschlechterdarstellungen behandelt. Ausgehend von der These Judith Butlers, - laut der durch die Geschlechterparodie aufgedeckt wird, dass die Konstruktion der Geschlechtsidentität selbst eine Imitation ohne Original ist - werden subversiven Strategien wie die Parodie, die einen ähnlichen Effekt zur Folge haben, nämlich die Konstruktion des binären Geschlechtersystems und der heterosexuellen Matrix aufzudecken, in der Rock- und Popmusik analysiert.
Im Hauptteil der Lehrveranstaltung werden hegemoniale Bilder in der Rock- und Popmusik vorgestellt und analysiert, wo hier traditionelle Geschlechterrepräsentationen hervortreten, und als Gegengewicht subversive Strategien zur Geschlechterdekonstruktion behandelt. Musikbeispiele sind von Perfume Genius, Bruce Springsteen, Rolling Stones, Jonny McGovern, Prodigy, August, Angie Reed, Madonna, Sookee, Annie Lennox, Grace Jones, Scream Club, Conchita Wurst, Yo Majesty, Lady Gaga, Lesbians on Ecstasy, Björk, Peaches, Katastrophe, MEN, Tribe 8, The Lost Bois, etc.
Der Schluss bildet dann eine kurze Zusammenfassung mit Problematiken und Aussichten subversiver Imaginationen und Konzeptionen von Geschlecht. Besonders wird Wert auf politische, sprachliche, visuelle, soziale und ästhetische Strategien zum biopolitischen und postidentitären Widerstand gelegt. 


Termine:
06.05.2016: 9.30-11.00 Uhr; Brandhofgasse 18, Raum 2; Einführung
13.05.2016: 10-13.15 Uhr; Brandhofgasse 18, Raum 2
19.05.2016: 10-13.15 Uhr; Brandhofgasse 18, Raum 2
27.05.2016: 10-13.15 Uhr; Brandhofgasse 18, Raum 2
03.06.2016: 10-13.15 Uhr; Brandhofgasse 18, Raum 2
09.06.2016:  10-13.15 Uhr; Brandhofgasse 18, Raum 2
16.06.2016: 10-12.15 Uhr; Brandhofgasse 18, Raum 2
23.06.2016: 10-15.45 Uhr; Brandhofgasse 18, Raum 2; Referatsblock

 

 

Komposition mit personalisierten elektronischen Musikinstrumenten im Zusammenhang mit dem Werk maßgeblicher Komponistinnen FWF (Künstlerischer Gruppenunterricht)

Peter Plessas DI

In der Betrachtung des Schaffens weiblicher Komponistinnen elektronischer Musik sollen das selbstständige Erstellen eines Instrumentariums sowie der Erschließung des Tonstudios als Musikinstrument thematisiert und vermittelt werden. Inspiration für die kompositorische Form und die neuartigen Aufführungssituationen entsteht oft aus einer Zweckentfremdung von Apparaten und die damit verbundene Möglichkeit zur kreativen und institutionellen Autonomie.
Wie diese Möglichkeiten von einer Auswahl an Komponistinnen umgesetzt und genutzt wurden, ist ebenso Inhalt der Lehrveranstaltung wie einige praktische Beispiele, durch die die TeilnehmerInnen den unmittelbaren und oft spielerischen Charakter des Komponierens mit Technologie kennenlernen können. Ein tieferes Verstehen dieser Arbeit selbst, wie auch der Persönlichkeiten und der Errungenschaften der behandelten Komponisten sind das zentrale Thema dieser LV.


Termine:
14.04.2016  9-12, 14-16 Uhr; Brandhofgasse 18, Raum 2
21.04.2016  9-12, 14-16 Uhr; Brandhofgasse 18, Raum 2
28.04.2016  9-12, 14-16 Uhr; Brandhofgasse 18, Raum 2
04.05.2016  9-12, 14-16 Uhr; Brandhofgasse 18, Raum 2