September 2018 - Steffi Weismann

Künstlerin des Monats September 2018 - Steffi Weismann

Foto (c) Eva Ellersdorfer-Meissnerová

 

Steffi Weismann, geb. 1967, Performance- und Klangkünstlerin

 

Steffi Weismann, geb. 1967 in Zürich, besuchte die Schule für Gestaltung Zürich und studierte von 1989-1995 an der Hochschule der Künste Berlin Bühnenkostüm/Bühnenbild und experimentelle Musik. Mitte der neunziger Jahre begann sie das Medium Video in ihre Performances zu integrieren und Wechselwirkungen von Sprache, Musik und neuen Kommunikationsmedien zu untersuchen. Neben ihren Solo-Arbeiten im Performance-Kontext realisierte sie als Videokünstlerin eine Vielzahl von audiovisuellen Projekten in Zusammenarbeit mit zeitgenössischen KomponistInnen. Seit 2004 beschäftigt sie sich mit den Schnittstellen von analogen und digitalen Medien in Performances, Installationen und Kompositionen. Dialogische Spielstrukturen, Manipulationen des "Live-Moments" und die Balance zwischen Kontrolle und Kontrollverlust sind wesentliche Merkmale ihrer künstlerischen Arbeiten. Interventionen im Außenraum, mobile Audioperformances und der Umgang mit DIY-Technologien bilden dabei einen wichtigen Schwerpunkt. In letzter Zeit arbeitet sie an Modellen der Partizipation im Bereich der zeitgenössischen Musik und Klangkunst.

Eine intensive Zusammenarbeit verbindet sie mit der Musikerin Annette Krebs (Duo Telefon), dem Klang- und Medienkünstler Georg Klein sowie dem Ensemble "Die Maulwerker" (Vokal-Performances, Schnebel, Cage, Fluxus). Sie war Mitbegründerin mehrerer Berliner Künstlergruppen, unabhängiger Kunsträume und Veranstaltungsreihen: Kunsthaus KuLe, ex machinis, Labor Sonor und Fernwärme.

Als Dozentin für Performance, Intermedia und Klangkunst lehrte sie an verschiedenen Kunst- und Theaterhochschulen in Norwegen (Academi for Scenekunst Fredrikstad), Braunschweig (Hochschule für Bildende Künste) und Berlin (Kunsthochschulen Berlin-Weißensee, UDK, HZT). Sie erhielt Stipendien als "Artist in Residence" von der Villa Aurora, Los Angeles, Joubert Park Project Johannesburg, Schlossmediale Werdenberg (Schweiz) und Museumsquartier Wien. Mit dem Solo "Berge versetzen" gewann sie den Förderpreis des Schweizer Performance-Wettbewerbs "Sicht auf das Original" im Kunsthaus Baselland (2009)

 

Quelle:

http://www.steffiweismann.de/