Mai 2015 - Mary Bauermeister

Künstlerin des Monats Mai 2015: Mary Bauermeister

 

 

                                         Porträt Mary Bauermeister, ca. 1964, Foto: Hans Namuth

Mary Bauermeister, geb. 1934 in Frankfurt am Main, Künstlerin
Sie wuchs mit fünf Geschwistern in der Nähe von Köln auf. Dort war ihr Vater als Professor für Anthropologie an der Universität tätig, ihre Mutter war Sängerin.
Inmitten einer von Männern dominierten Kunstszene stellt die 1934 in Frankfurt geborene Mary Bauermeister zu Beginn der 1960er Jahre eine Ausnahmeerscheinung dar. Nach ihrer Studienzeit an der Hochschule für Gestaltung in Ulm bei Max Bill und der Staatlichen Schule für Kunst und Handwerk in Saarbrücken bezog sie 1959 ein Atelier in der Kölner Lintgasse, wo sie zur Initiatorin einer Musik und Kunst zusammenführenden avantgardistischen Bewegung wurde, die unter dem Schlagwort Fluxus das Jahrzehnt maßgeblich künstlerisch prägen sollte. In ihrem Atelier begannen die Kunstformen ineinanderzufließen: Lyrik, ­Musik, Tanz, Theater, bildende Kunst – bei ihr waren die Künstlerinnen und Künstler eingeladen, frei zu improvisieren. Improvisation war der Kern des Neuen: Es ging nicht mehr nur um herkömmliche Kunstwerke, sondern um Prozesse. Auf ihre Einladung hin veranstalteten Künstler wie John Cage, Nam June Paik, George Brecht und Ben Patterson Konzerte, Lesungen, Happenings und Ausstellungen.


Fluxus blühte in New York. Dort wurden die Experimente von John Cage aufgeführt, dort war Niki de Saint Phalle als Aktionskünstlerin unterwegs, und dorthin zog es im Oktober 1962 auch Mary Bauermeister und Karlheinz Stockhausen. 1967 heirateten die beiden. 1972 trennt sich Mary Bauermeister von Stockhausen und geht wieder zurück nach Deutschland. Wieder zurück in Deutschland entstand zwar eine fruchtbare Zusammenarbeit mit einer Kölner Galerie, aber sie gehörte in Deutschland nicht zu den Stars der Kunst. Für Mary Bauermeister war das aber auch nicht sonderlich wichtig. Sie wollte ihre ganz eigenen Wege gehen und diese führten sie zur Kommunikation mit der Natur. 2011 erschien ihr Buch Ich hänge im Triolengitter: Mein Leben mit Karlheinz Stockhausen bei der Edition Elke Heidenreich.


Quellen:
http://www.oya-online.de/article/read/430-Musik_sehen_Bilder_hoeren.html

http://www.kunstportal-pfalz.de/29/eid,6017/welten-in-der-schachtel%3A-mary-bauermeister-und-die-experimen.html