März 2016 - Manuela Kerer

Künstlerin des Monats März 2016: Manuela Kerer

©Franz Kimmel


Manuela Kerer, Komponistin

Manuela Kerer (*1980  Brixen/Südtirol/I) staunt gern und ist ständig auf der Suche nach neuen Klängen, Überraschungen und Herausforderungen. Sie interessiert sich dabei für weitgefächerte Themenbereiche und beschäftigt sich letztlich doch immer mit demselben - der Musik. So schloss sie die Studien der Komposition und IGP Violine am Tiroler Landeskonservatorium, der Rechtswissenschaften und der Psychologie (Dissertation „Musik und Demenz“) an der Universität Innsbruck ab. Weiterführende Kompositionsstudien führten sie zu Alessandro Solbiati nach Mailand. Daneben besuchte sie zahlreiche Meisterkurse und Workshops, u.a. die Ferienkurse für Neue Musik Darmstadt.
Werke von Manuela Kerer entstanden für zahlreiche namhafte Ensembles wie z.B. das Solistenensemble Kaleidoskop Berlin, die reihe, Bayerische Kammerphilharmonie, ascolta und für AusnahmekünstlerInnen wie Julius Berger oder Maja Ratkje. Sie wurden bei Festivals wie der Münchener Biennale für zeitgenössisches Musiktheater, Wien Modern, Klangspuren Schwaz, International Festival for Contemporary Music Moscow und den Tiroler Festspielen Erl aufgeführt. Kerers Musik war unter anderem in den Konzerthäusern Berlin und Wien, an der Neuen Oper Frankfurt, auf Kampnagel Hamburg, in Hellerau - Europäisches Zentrum der Künste Dresden, im Radialsystem Berlin, in der Accademia Filarmonica Romana, in New York, London oder am Titicaca-See zu hören.
Im Jahr 2009 wurde Manuela Kerer vom Ausschuss der Europaregionen als eines von europaweit 100 „young creative talents“ ausgewählt. Das Höchstbegabtenstipendium des Rotary Club Innsbruck (2007), der Walther von der Vogelweide-Preis, das Richard-Wagner-Stipendium (2009), der SKE Publicity Preis, der Preis für zeitgenössische Musik des Landes Tirol (2011) und das Österreichische Staatsstipendium für Komposition (2008, 2011 und 2016), sind nur einige der zahlreichen Preise und Stipendien, die die Komponistin in den letzten Jahren erhalten hat. 2012/2013 wurde sie vom österreichischen Außenministerium für das Programm „New Austrian Sound of Music” ausgewählt (Aufführungen in Europa und den USA). 2015 erhielt sie das Internationale Arbeitsstipendium „Composer in Residence – Komponistinnen nach Frankfurt“ (Archiv Frau und Musik und Institut für zeitgenössische Musik der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main). 2016 ist sie Composer in Residence des Festivals St. Gallen/Steiermark. Kerers Werke erscheinen im Verlag Breitkopf & Härtel. Sie wurden auf zahlreichen CDs eingespielt, eine Porträt-CD erschien beispielsweise im Rahmen der ORF Edition „Zeitton“.
Manuela Kerer ist auch in der Musikvermittlung sehr aktiv. So unternimmt sie Klangspaziergänge mit Kindern (Kindermuseum München, Klangspuren Schwaz), hält Kompositionsworkshops mit Kindern und Jugendlichen (Lehrlingsprojekt Klangspuren Schwaz, verschiedene Projekte an Schulen in Italien, Österreich und Deutschland, Kooperationen mit der Stiftung Mozarteum Salzburg und dem Leibniz-Institut für Wissensmedien Tübingen) und komponiert immer wieder für Kinder oder Laien. Neben ihrer wöchentlichen Kolumne „Kerers Saite“ in der Südtiroler Tageszeitung „Dolomiten“ gestaltet und moderiert sie die Radiosendung für zeitgenössische Musik „Querschnitte“ im RAI Südtirol. Kerer wurde 2012 in den Verwaltungsrat des Symphonieorchesters „Haydn-Orchester Bozen Trient“ berufen.