Juni 2017 - Ilse Storb

http://www.ilse-storb.de/

 

Veranstaltungstipp:

Aus der Reihe "Künstlerinnen":

Ilse Storb: Jazzforschung als Labor der Begegnungen

 

Vortragende: Mag.art. Dr.phil. Irene Suchy

Wann: 19.06.2017, 18:00 Uhr

Wo: Palais Meran, Seminarraum 24

Der Vortrag ist für Musikwissenschaft aktuell anrechenbar!

 

 

Ilse Storb, geb. am 18. Juni 1929 in Essen, deutsche Musikwissenschaftlerin, Musikpädagogin, Professor für systematische Musikwissenschaft und Jazzforschung

 

Ilse Storb, geb. 18. Juni 1929 in Essen, studierte in Köln, Paris (Sorbonne) und Boston (Berklee College of Music) Musikpädagogik, Französisch, Musikwissenschaft und Jazz-Education. Außerdem ist sie klassische Pianistin und studierte mit Erich Rummel an der Musikhochschule Köln, mit Detlev Kraus an der Folkwanghochschule Essen, mit Yvonne Lefébure und Vlado Perleuter in Paris. Storb promovierte mit Ihrer Arbeit über Claude Debussy und ihre Habilitation schrieb sie über Dave Brubeck.
1971 wurde auf ihre Initiative hin in enger Zusammenarbeit mit Joe Viera das Jazzlabor an der Pädagogischen Hochschule in Duisburg, jetzt Universität Duisburg-Essen gegründet. Im Jazzlabor arbeiteten bekannte Jazzpädagogen und Musiker wie Theo Jörgensmann, Monika Linges oder Helen Sachs. Mit diesem Ausbildungsgang wurde im Bereich der  Schulmusikausbildung Neuland betreten. Mit den zahlreichen Gruppen des Jazzlabors produzierte sie 1989 die LP Interaction und organisierte drei Kongresse, die sich der Jazzpädagogik und der Improvisation widmeten. Das Jazzlabor Duisburg gilt auch als Vorläufer späterer Ausbildungsgänge für Jazz an den Musikhochschulen.
1982 wurde sie zur Professorin für Systematische Musikwissenschaft und der Jazzforschung an der Universität Duisburg ernannt.
Außerdem ist sie als Musikerin aktiv und tritt bundesweit mit ihren verschiedenen Konzertprogrammen auf. 1989 gründete sie die Uni Duisburg Big Band, 1991 die Band Ilse and her Satschmas. 1994 führten Tourneen sie nach Nigeria und Brasilien, 1999 nach Japan und China und bereits seit 1971 rund 30 Forschungsreisen nach Schwarzafrika. 1996 reanimierte Storb das Jazzfestival von Tabarka (Tunesien). 20 weitere Forschungsreisen führten Storb in die USA, wo sie u. a. Vorträge vor der International Association of Jazz Education hielt und von dieser mehrfach ausgezeichnet wurde.
Für die interkulturelle Vermittlung, ihren Einsatz für Weltmusik und ihre weltweite Friedensarbeit erhielt Storb 1998 das Bundesverdienstkreuz am Bande.
Ilse Storb ist die Schirmherrin des gemeinnützigen Vereins Karuna Deutschland, welcher sich für Hilfsprojekte in Indien und Nepal, insbesondere für die Gleichberechtigung von Frauen und Kindern engagiert.
Seit ihrer Emeritierung engagiert sich Storb insbesondere für das von ihr in Zusammenarbeit mit der Folkwang-Musikschule der Stadt Essen ins Leben gerufene "Labor für Weltmusik", welches in seiner Funktion einmalig im Ruhrgebiet ist. Sie pflegt dabei intensive Kontakte zu Musikern und Wissenschaftlern aller Kontinente, insbesondere nach Afrika.

 

Quellen:

www.ilse-storb.de

de.wikipedia.org/wiki/Ilse_Storb