Juni 2015/1 - Marina Abramović

Künstlerin des Monats der ersten Junihälfte: Marina Abramović

 

 

Quelle: [2.6.2015]

 

 

Marina Abramović (*30. November 1946 in Belgrad) zählt zu den wichtigsten internationalen Performance Künstlerinnen der Gegenwart. Ausgehend von ihrem Werk als bildende Künstlerin, verschrieb sie sich ab den 1970er Jahren der konzeptuellen Kunst. In Solo-Performances, ab 1975 auch mit ihrem damaligen Partner Ulay (Uwe Laysiepen), umfassen ihre wichtigsten künstlerischen Themen die Zeit, Gefahr, Schmerz, Scham und die Arbeit mit Energie.

Mit ihren Inhalten und dem hohen Anspruch an sich selbst in Langzeit-Performances, wie Rhythm-Serie in den frühen 1970er Jahren, The Lovers (1988), The Artist is Present (2010), die sie an körperliche und psychische Grenzen und darüber hinaus führt, sprengten auch die Grenzen des internationalen Kunstbetriebes.

2005 zog sie von Amsterdam nach New York, gründete die Marina Abramovic Foundation for Preservation of Performance Art am Hudson River und kaufte dafür ein Theater, ein Ort an dem Oper, Tanz, Video und Film stattfindet, jedoch findet keine der Veranstaltungen unter sechs Stunden Dauer statt.


Literatur:

Bärnthaler, Thomas (2014): „Man muss bereit sein, von der Erde zu fallen“. In: Süddeutschte ZeitungMagazin, Heft 15, S. 1-7.

http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/41824/Man-muss-bereit-sein-von-der-Erde-zu-fallen

Huber, Katja (2011): „Du musst Dinge tun, die Angst machen.“ Ein Gespräch mit Marina Abramović – über Schmerz, Performances und Robert Wilsons Stück über sie. In: http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel

Janser, Alena (2015): Marina Abramovic und der Aspekt der Beziehung. Masterarbeit, Karl-Franzsens-Universität Graz, Institut für Kunstgeschichte.

Kaplan, Janet (Summer, 1999): Deeper and Deeper: Interview with Marina Abramović.  Art Journal, Vol. 58, No. 2, College Art Association, pp. 6-21.

Stiles, K., Biesenbach, K. Iles, Ch. (2008): Marina Abramovic. New York.