Künstlerin/innen des Monats

Jeden Monat stellt das Zentrum für Genderforschung eine Künstlerin bzw. Künstlerinnen vor.

Künstlerin des Monats Oktober 2019 - Simone Young

Simone Young, geboren am 2. März 1961 in Sydney, Dirigentin, Opernintendantin und Hochschulprofessorin

 

Simone Young wurde am 2. März 1961 in Sydney geboren und ist irisch-kroatischer Abstammung. Ihr Vater ist Anwalt und ihre Mutter Schneiderin. Erste Erfahrungen mit Musik machte sie als Fünfjährige am Klavier ihrer Großmutter.

Sie studierte Komposition und Klavier in ihrer Heimatstadt und begann ihre Dirigierkarriere 1985 an der Oper von Sydney. Im Alter von 24 Jahren stand sie dort erstmals in einem Orchestergraben, als sie für einen erkrankten Kollegen einspringen musste.

1986 führte sie ein Stipendium des australischen Kultusministeriums nach Europa. 1991 wurde sie Assistentin von James Conlon an der Oper Köln und danach von Daniel Barenboim an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin und bei den Richard-Wagner-Festspielen in Bayreuth. Barenboim, dessen umfassendes Netzwerk an Kontakten in der Musikwelt ihr die Arbeit mit hervorragenden Orchestern ermöglichte, wurde zu einem ihrer größten Förderer. Seither hat sie am Royal Opera House Covent Garden in London, an der Wiener Staatsoper, an der Opéra Bastille in Paris, an der Metropolitan Opera in New York und an anderen wichtigen Opernhäusern sowie auch viele berühmte Sinfonieorchester weltweit dirigiert, u. a. die Berliner Philharmoniker, die Wiener Philharmoniker, die New York Philharmonic, die Münchner Philharmoniker, die Staatskapelle Dresden, die Staatskapelle Berlin, das Radio-Symphonieorchester Wien, die Stuttgarter Philharmoniker, die Philharmoniker Hamburg und das Sydney Symphony Orchestra.

Von 1999 bis 2002 war Simone Young Chefdirigentin des Bergen Philharmonic Orchestra und von 2001 bis 2003 Chefdirigentin und künstlerische Leiterin der Opera Australia in Sydney und Melbourne.

In der Zeit von 2005 bis 2015 war sie Intendantin der Hamburgischen Staatsoper sowie Hamburgische Generalmusikdirektorin. Wie sie am 8. Dezember 2011 ankündigte, wollte sie ihren Vertrag 2015 auslaufen lassen. Zusätzlich war sie seit 2006 Professorin an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg.

2015 dirigierte sie das seit 2006 alljährlich stattfindende Konzert zum Nationalfeiertag in Wien.

Seit März 2016 ist Simone Young Mitglied des Vorstands der Europäischen Musiktheater-Akademie.

 

Werke:

Von Simone Young liegen zahlreiche CD-Einspielungen vor. So erschienen bei Oehms Classics neben Aufnahmen aus der Staatsoper Hamburg wie Mathis der Maler und des kompletten Ring des Nibelungen, auch mehrere Einspielungen mit den Philharmonikern Hamburg. Unter anderem wurden alle Bruckner-Sinfonien in der Urfassung veröffentlicht sowie alle Sinfonien von Johannes Brahms und die 2. und 6. Sinfonie von Mahler. Aus Wien gibt es den Mitschnitt von La Juive auf DVD, aus München Palestrina und aus Hamburg Poulencs Le Dialogue des Carmelites und Reimanns Lear.

 

Auszeichnungen:

Simone Young hat zahlreiche Preise und Auszeichnungen erhalten. Sie ist Ehrendoktor der Universitäten Sydney und Melbourne, Professorin der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg, Trägerin der Orden »Member of the Order of Australia« und »Chevalier des Arts et des Lettres« sowie der Goethe-Medaille. Für ihre erste Opernsaison in Hamburg wurde sie als »Dirigentin des Jahres« geehrt, außerdem erhielt sie den Brahms-Preis Schleswig-Holstein.

 

 

Interview mit Simone Young am 01.10.2019, im derstandard hier zum nachlesen.

 

Quellen:

http://www.simoneyoung.com/biografie/ (01.10.2019)

https://de.wikipedia.org/wiki/Simone_Young (01.10.2019)