Vortragsreihe: Künstlerinnen

Zu allen Zeiten der Musikgeschichte waren Frauen in allen Bereichen künstlerisch tätig – auch wenn sich diese Tatsache in Bezug auf bestimmte Bereiche der Musik (etwa in Bezug auf Komponistinnen) zu bestimmten Zeiten einem breiten öffentlichen Bewusstsein entzog. Inzwischen ist die weibliche Seite der Musikgeschichte teils besser erschlossen, teils aber bedarf sie noch der Spurensuche engagierter Forscherinnen und Forscher. Die wissenschaftliche Vortragsreihe „Künstlerinnen“ an der Kunstuniversität Graz stellt Künstlerinnen aller Sparten, die bedeutende – aber oft nicht sehr bekannte – Werke hinterlassen haben oder noch schaffen, im Kontext ihrer jeweiligen Zeit vor. Unter welchen Bedingungen haben sie gearbeitet oder arbeiten sie? Welche Hindernisse standen oder stehen ihnen im Weg? Welche öffentliche Anerkennung konnten und können sie erringen? Wie stand und steht es um ihr Nachleben als Künstlerinnen? Vor allem aber: Was zeichnet ihre Werke/ihr Schaffen aus? Der Versuch, diese Fragen zu beantworten, an einer Universität für Musik und Theater unternommen, zielt zugleich auf eine Erweiterung des Repertoires und des Kanons.


 

Aktuelle Vorträge

Der Tod, das Mädchen und die Geige. Imaginationen des Weiblichen als Agens bei Hedi Gigler-Dongas

Vortragende: Michaela Krucsay (Zentrum für Genderforschung)
Datum: 17.05.2021, 17:00 Uhr
Ort: Online via Zoom

kug-ac-at.zoom.us/j/92206464712

Meeting-ID: 922 0646 4712
Kenncode: 346521
 

Grete von Zieritz und ihre Tochter Hedi Gigler sind zwei von sechs Musikerinnen bzw. Komponistinnen, deren Nachlässe und autobiographische Schriften im Rahmen des FWF-geförderten Projekts „The Musician’s Estate as Memory Storage: Remembrance, Functional Memory and the Construction of Female Professional Identity“ (P33110-G) untersucht werden, das am ZfG verankert ist. Einen Teilaspekt beleuchtet am 17. Mai um 17:00 Projektleiterin Michaela Krucsay mit dem Vortrag „Der Tod, das Mädchen und die Geige. Imaginationen des Weiblichen als Agens bei Hedi Gigler-Dongas“. Der Vortrag findet online via Zoom statt.


 

Cora Frost - die frühen Jahre

Vortragender: Eike Wittrock (Zentrum für Genderforschung)
Datum: 26.04. 17:00 Uhr
Ort: ZfG / Zoom

Link: https://kug-ac-at.zoom.us/j/92603397760?pwd=OGFoOHAyckdENVFpRjBQTWhzM2Y0dz09 (Meeting-ID: 926 0339 7760, Kenncode: 009590)

Im Rahmen der Vortragsreihe Künstlerinnen berichtet der ZfG-Mitarbeiter Eike Wittrock aus seiner Forschung zur queeren Theater- und Performancegeschichte und spricht über Cora Frosts Zeit bei der Ballettschule Reinisch in der Schönaugasse und warum Graz für Cora ein mystischer Ort ist, frühe Performances wie den Strip-tease und die gemeinsame Zeit mit Georgette Dee in Münchner Nachtclubs in den frühen 80ern.