Ein Tag für...

Juliana Hodkinson – Eine Komponistin im Übergang

Am Dienstag, den 13. Jänner 2015 fanden zwei Veranstaltungen mit der Komponistin Juliana Hodkinson statt. Die Komponistin gab einen Vortrag zu dem Thema „Composing with a thousand tiny things“. Am Abend wurde ein Konzert mit Werken der Komponistin veranstaltet, in dem u. a. das neue Stück „Music in Transit“, ein live improvisiertes interaktives Interview in Zusammenarbeit mit Danielle Sofer (Institut 14), zu hören war.

14:00 Guest Lecture mit Juliana Hodkinson, Palais Meran, EG, Seminarraum 24.
In ihrem Vortrag beschreibt Juliana Hodkinson ihre instrumentale und elektroakustische Kompositionspraxis als eine Art akustisches Komponieren, das zwischen musikalischer Notation für Instrumente und außermusikalische Objekte und der Erschaffung von digitalen Tonaufnahmen schwankt. Milch und Metall, Glocken und Trommeln, Spielzeug und Politiker, Stille und Geräusche, Nachrichten und Feldaufnahmen, Streicher und Bläser: Eine Vielfalt an breitgefächerten Referenzpunkten führt das Ziel der kompositorischen Arbeit weg von der nur beschränkt bedeutsamen Ökonomie der inneren ontologischen Kohärenz und hin zu einer Ästhetik von vielfältigen akustischen Kontexten und dynamischen Entwicklungen. Denkt man auch Héléne Cixous’ Begriff der écriture feminine, der diese sich ständig weiterentwickelnden Aspekte der Komposition, welche von Vielfalt leben, hervorhebt, und Elizabeth Grosz’ schwingende Ontologie, so werden doch nur wenige musikalische Werke in einem Resonanzfeld zwischen Klang und Weiblichkeit gesehen: Hier ist es wichtig zu fragen, wie das Material und die Verkörperung der Musik auf die Politik und die körperlichen Mechanismen von Gender wirken und wie sie verwendet werden.

Der Vortrag fand am 13. Jänner 2015 um 14 Uhr im Palais Meran, Zi. 24 statt.

Der Workshop fand am 13. Jänner 2015 um 20 Uhr im IEM statt.