Über uns

Das Team des Zentrums für Genderforschung stellt sich vor. Hier finden Sie u.a. unsere Aufgabenbereiche sowie eine kurze Vorstellung unserer Mitarbeiter*innen.

Priv.-Doz.in Dr.in Christa Brüstle
ist Privatdozentin und Senior Scientist PostDoc am Institut 14 Musikästhetik der Kunstuniversität Graz und seit 2012 Leiterin des Zentrums für Genderforschung (KUG). Nach ihrer Dissertation über die Rezeptionsgeschichte Bruckners beschäftigte sie sich in ihrer Habilitation mit der Kompositions- und Aufführungsgeschichte neuer Musik. Auf der Grundlage eines Stipendiums forschte sie über Komponistinnen in England im 20. Jahrhundert und widmete sich der Inszenierung von Weiblichkeit in der Popmusik sowie der Rolle von Musikerinnen in der zeitgenössischen Musik. Sie publizierte Artikel über Komponistinnen in der neuen MGG und im Lexikon "Musik und Gender" (Kassel 2010), in dem sie auch den Chronik-Teil über das 20. und 21. Jahrhundert verfasst hat. 2013/14 war sie im österreichischen nationalen Beirat zur Vorbereitung der 8. European Conference on Gender Equality in Higher Education (Wien 2014). Im Sommersemester 2014 übernahm sie eine Vertretungsprofessur an der Universität Heidelberg. 2016-2021 war sie §99 Professorin für Musikwissenschaft, Frauen- und Genderforschung an der Kunstuniversität Graz. Sie ist Mitglied im Beirat der Mariann Steegmann Foundation sowie im Vorstand des Instituts für Neue Musik und Musikerziehung Darmstadt (INMM) und der Österreichischen Gesellschaft für Geschlechterforschung (ÖGGF). Als Wissenschaftlerin betreut sie Dissertationen der künstlerischen und wissenschaftlichen Doktoratsschulen der Kunstuniversität Graz, und sie ist als Gutachterin für internationale Forschungsförderungseinrichtungen (u.a. DFG, SNF, DAAD, Czech Science Foundation) tätig.

Arbeitsschwerpunkte:

  • Musikwissenschaft, Frauen- und Genderforschung
  • Zeitgenössische Musik und Musiktheater
  • Performance Studies in der Musik
  • Musikästhetik
  • Musiker*innen in Graz und in der Steiermark
  • Popmusik und Gender

Publikationsliste


 

Mag.a Anna K. Benedikt, MA PhD
Doktorin Anna Benedikt studierte Musikwissenschaft sowie Frauen- und Geschlechtergeschichte an der Universität Wien und der University of Nottingham. Anschließend promovierte sie an der Kunstuniversität Graz über das Thema Musik und Behinderung im 20. und 21. Jahrhundert. Längere Forschungsaufenthalte absolvierte sie u.a. an der University of Huddersfield (Centre for the Study of Music, Gender and Identity) sowie an der City University New York (Graduate Center). Ihre bisherige Vortragstätigkeit führte Anna Benedikt u.a. an das Trinity College Dublin, die University of the Arts London, die University of Huddersfield, die City University New York, die Johannes Kepler Universität Linz, die Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und das Landesarchiv Kärnten. 
Seit 2018 ist Anna Benedikt als Senior Scientist für Diversity am ZfG angestellt und im Projekt „Kultur Inklusiv" und bei „UniNEtZ – Universitäten und Nachhaltige Entwicklungsziele“ aktiv. 
Neben ihrer wissenschaftlichen Ausbildung absolvierte sie einen Lehrgang zur zertifizierten Beraterin für Gender und Diversität im eigenen Berufsbild. 
Ihre derzeitigen Interessen- und Forschungsgebiete sind Diversitätsmanagement und Gleichstellungsstrategien an Musikhochschulen, die Vereinbarkeit von Kunst und Care, In- und Exklusion im Kulturbereich sowie an Musikhochschulen, Nachhaltigkeit und Kunst, die alternde Stimme im Pop und Dis/Ability in musikalischen Kontexten des 20. und 21. Jahrhunderts. 
(Telefon KUG: +43 316 389 3504)

Dr. Eike Wittrock (Senior Scientist)
ist Theater- und Tanzwissenschaftler sowie Dramaturg und Kurator. Seine Forschungen zur Historiografie des europäischen Bühnentanzes, zur Politik des Archivs und zu queeren und exotistischen Performances präsentiert er sowohl in wissenschaftlichen wie auch in künstlerischen Zusammenhängen. Aktuell beschäftigt sich mit der Geschichte des „Schwulen Theaters“ in den 1970er Jahren in Deutschland, wie mit queeren Performances der 1920er Jahre. Die Promotion erfolgte 2013 im Rahmen des DFG-Graduiertenkolllegs Schriftbildlichkeit an der Freien Universität Berlin mit einer Arbeit zur Ballettästhetik im 19. Jahrhundert, 2012-2014 forschte er im DFG-Projekt „Bilder von Bewegung“ zur Tanzfotografie. 2016-2020 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Medien, Theater und Populäre Kultur an der Universität Hildesheim. Neben zahlreichen Dramaturgien im Tanz und Musiktheater war er von 2013-2016 Ko-Kurator des Internationalen Sommerfestivals Kampnagel, Jury-Mitglied der Tanzplattform 2016 und kuratorischer Berater des Tanzkongress 2019. Seit 2020 am ZfG.

Publikationsliste (PDF)

Sophie Whybrew (Pronomen: „sie/ihr“ oder „they/them) studierte an den Universitäten Kassel, Marburg, Nijmegen, Delaware, und Graz Amerikanistik, Soziologie und Gender Studies. Im April 2021 promovierte sie an der Karl-Franzens-Universität Graz zum Thema „Transitioning into the Future? Trans Potentialities and Affective Worldmaking in North American Science Fiction.“ Ihre Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte liegen in den (Trans)Gender Studies, der Affektforschung und im Diversitätsmanagement. Seit August 2021 ist sie als Senior Scientist mit Doktorat für Gender & Diversity Studies (Karenzvertretung) am Zentrum für Genderforschung tätig. Zuvor war sie Teil des Forschungsprojekts „Literary Negotiations of Affective and Gendered Belongings“ bestehend aus Forscher*innen der Universität Graz und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Im Rahmen dieses Projekts wirkte sie unter anderem an dem Sammelband Affective Worldmaking: Narrative Counterpublics of Gender and Sexuality mit, der im März 2022 bei transcript erscheinen wird.

Daniela Schwar (Referentin; derzeit in Karenz)
Daniela Schwar, geboren 1991, war von Oktober 2016 bis Jänner 2018 studentische Mitarbeiterin  und ist seit Jänner 2018 als Referentin am Zentrum für Genderforschung der Kunstuniversität Graz tätig. Sie studiert Musikologie an der Kunstuniversität Graz und an der Karl Franzens Universität Graz sowie Musiktherapie an der Kunstuniversität Graz. Zuvor besuchte sie das Bundesgymnasium Rein. Seit vielen Jahren ist sie auch musikalisch tätig. Mit sechs Jahren begann sie Flötenunterricht zu nehmen. Seit ihrem achten Lebensjahr spielt sie Gitarre. In ihrer Freizeit singt sie im Chor „Insieme“ in Hitzendorf (Heimatgemeinde). Nebenbei ist sie als Musiklehrerin für Blockflöte und Gitarre tätig und macht musikalische Umrahmungen bei besonderen Anlässen wie bei Taufen oder bei Hochzeiten.

Victoria Petar-Lampl (Referentin / Karenzvertretung)
Victoria Petar-Lampl, geboren 1994, studierte Musikologie an der Kunstuniversität Graz und an der Karl-Franzens-Universität Graz. Zunächst war sie als studentische Mitarbeiterin am Institut für Musikästhetik und gleichzeitig als studentische Mitarbeiterin am Zentrum für Genderforschung der Kunstuniversität tätig. Das Thema ihrer Bachelorarbeit war die Entstehung des Musicals, mit dem Fokus auf das Drama Musical Mozart! unter Berücksichtigung der Biografie von Maria Anna ‚Nannerl’ Mozart. Da sie sich für Sprachen und Kulturen interessiert, begann sie 2014 Niederländisch zu lernen. Derzeit wirkt sie in ihrer Freizeit an einem Projekt mit, dessen Ziel es ist, die niederländische Literatur im transnationalen Kontext zu erforschen und für eine bessere Vernetzung in diesem Bereich beizutragen.
(Telefon KUG: +43 316 389 3534)

 

Antonia Haslinger (SMA)
Antonia Haslinger studierte Konzertfach und Instrumentalpädagogik Gitarre an der Universität Mozarteum Salzburg in der Klasse von Prof. Eliot Fisk (Ass. Kostas Tosidis, Cecilio Perera). Aktuell ist sie Masterstudentin für Konzertfach Gitarre an der Kunstuniversität Graz in der Klasse von Prof. Paolo Pegoraro. Zudem absolvierte Antonia ein Bachelorstudium der Politikwissenschaften an der Paris-Lodron-Universität in Salzburg welches sie zurzeit mit einem Masterstudium der Global Studies an der Karl-Franzens-Universität fortsetzt.
Antonia ist Preisträgerin zahlreicher nationaler und internationaler Wettbewerbe, konzertierte als Solistin und Kammermusikerin u.a. schon im Wiener Konzerthaus, der Salzburger Residenz und auf Schloss Höch im Rahmen der Sommerakademie des Mozarteums.

Johanna Zuderell (SMA)
Johanna Zuderell, geboren 1998, absolvierte das Bachelorstudium Musikologie mit den Schwerpunkten Jazz- und Popularmusik sowie Musikpsychologie und Akustik an der Kunstuniversität Graz und an der Karl-Franzens-Universität Graz mit Auszeichnung. Ihre Bachelorarbeit („And I mean every word of it“: Zur Analyse von Nina Simones erstem Protestsong „Mississippi Goddam“) schrieb sie über Protestmusik mit Fokus auf Nina Simone und die Civil Rights Movement. Neben ihrem Bachelorstudium schloss Johanna Zuderell den CSC-Kompaktlehrgang „Karriere mit Kunst“ im Jahr 2020 erfolgreich ab. Zurzeit setzt sie ihre Ausbildung mit einem Masterstudium der Musikologie an der Kunstuniversität Graz mit dem Schwerpunkt Jazz- und Popularmusik fort.

 

Mag.a Dr.in Michaela Krucsay
studierte Musikwissenschaft und Geschichte an der Karl-Franzens-Universität Graz und der Kunstuniversität Wien. 2007 Diplomprüfung, 2012 Promotion (beides mit Auszeichnung; Diplomarbeit Katharina Cibbini-Koželuch.Musikerin und Mäzenin, erschienen als Bd 7 der Reihe Frauentöne; Dissertation Zwischen Aufklärung und barocker Prachtentfaltung. Anna Bon di Venezia und ihre Familie von „Operisten“, veröffentlicht als Bd 10 der Schriftenreihe des Sophie Drinker Instituts). Lehraufträge an der Kunstuniversität Graz sowie an der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck. 2013‒2017 Universitätsassistentin (PostDoc) am dortigen Institut für Musikwissenschaft. 2018 Zertifikat für Kulturmanagement, 2019Senior scientist am Zentrum für Genderforschung der Kunstuniversität Graz. Dort seit Mai 2020 FWF-Einzelprojekt "The Musician's Estate as Memory Storage: Remembrance, Functional Memory and the Construction of Female Professional Identity" / "Der Musikerinnennachlass als Gedächtnis-Speicher: Erinnerung, Funktionsgedächtnis und die Konstruktion professioneller Identität"

Der aktuelle Fokus ihrer Forschungsinteressen liegt auf kulturwissenschaftlichen und soziologischen Fragestellungen mit besonderem Schwerpunkt auf musikbezogene Frauenforschung bzw. Musik und Gender sowie der Musikgeschichte des „langen“ 19. Jahrhunderts.

Lucia Agaibi BA MA MA ist Projektmitarbeiterin (PraeDoc) am FWF-Einzelprojekt „The Musician’s Estate as Memory Storage: Remembrance, Functional Memory and the Construction of Female Professional Identity“ (P 33110-G). Sie studierte an der Kunstuniversität Graz und der Karl-Franzens-Universität Graz Musikologie, absolvierte ein Erasmus-Semester an der Lund Universität in Schweden und schloss das Masterstudium 2017 mit Auszeichnung ab (Masterarbeit: „Als die Synagogen brannten. Dieter Glawischnigs wichtigstes Werk“). Zusätzlich absolvierte sie von 2015 bis 2018 in Graz das Masterstudium Philosophie der Politik, Ökonomie und des Rechts. Von 2013 bis 2016 studentische Mitarbeiterin am Institut 1 der Kunstuniversität Graz, wo sie gerade an ihrer Dissertation („Jenseits der ,Avantgarde‘. Über Einfluss und Rezeption von Jazz und Popularmusik in der österreichischen Musik der 1960er Jahre“) arbeitet, deren Zwischenergebnisse sie bereits bei mehreren internationalen Symposien präsentiert hat.

  • Schwerpunksetzung im Bereich der musik- und theaterwissenschaftlichen Frauen- und Geschlechterforschung
  • Konzeption und Organisation von künstlerischen und wissenschaftlichen Veranstaltungen
  • Initiation und Koordination von institutsübergreifender Lehre und Forschung zu Themen der Frauen- und Geschlechterforschung
  • Initiierung von regionalen, nationalen und internationalen Forschungs-, Lehr- und Netzwerkaktivitäten
  • Umsetzung des Frauenförderplans und des Gleichstellungsplans in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen der KUG
  • Koordination zwischen Gleichstellung, Frauenförderung und Gender Studies
  • Einrichtung einer Fachbibliothek für genderrelevante Literatur
Bildrechte: Elisabeth van Treeck

Elisabeth van Treeck
...ist seit 2014 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Theaterwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum tätig. Sie studierte Musikwissenschaft in Graz und Bern sowie Theaterwissenschaft in Bochum und absolvierte als Fulbright-Stipendiatin einen Studienaufenthalt an der Yale University. 2021 wurde sie an der Universität Bayreuth mit einer Arbeit über Olga Neuwirths Musiktheater Lost Highway promoviert. Zu ihren Forschungsinteressen zählen das Musiktheater des 20./21. Jahrhunderts, Oper und (Neue) Medien, Klang und Raum, Intermedialität sowie Spannungsfelder von Komposition/Notation, Inszenierung und Aufführung.

Zur Lehrveranstaltung

Gerade erschienen:
- „Dimensionen des Performativen in Werken Olga Neuwirths“, in: TEXT.NOTATION.PERFORMANCE. Interdisziplinäre Perspektiven, hg. v. Rosa Eidelpes, Wien 2021, 271-288.
- „Opera_Music_Theatre 2020“, Act – Zeitschrift für Musik und Performance 10 (2021), hg. v. Elisabeth van Treeck und Sid Wolters-Tiedge.
- „Olga Neuwirths American Lulu als Zeit-Oper. Überlegungen zu intermedialen Verflechtungen“, in: Die Tonkunst. Magazin für klassische Musik und Musikwissenschaft 3 (2021), 342-348.

© Jitka Walterová

Anja Bunzel 
...arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung Musikwissenschaft des Instituts für Kunstgeschichte der Tschechischen Akademie der Wissenschaften. Sie hat ihren BA und MA von der Freien Universität Berlin (Deutschland) erhalten und hat an der Maynooth University (Irland) promoviert. Sie ist derzeit Lehrbeauftragte an der Kunstuniversität Graz (Österreich) und Karlsuniversität Prag (Tschech. Rep.). Sie interessiert sich für Zusammenhänge zwischen Musik und Gender, kulturellen Transfer in privater und halbprivater Musikkultur im Mitteleuropa des 19. Jahrhunderts und für das Kunstlied im 19. Jahrhundert. Sie ist Co-Herausgeberin von Musical Salon Culture in the Long Nineteenth Century (Boydell, 2019) und Autorin von The Songs of Johanna Kinkel: Genesis, Reception, Context (Boydell, 2020) sowie eines Beitrags im kürzlich erschienenen und von Joe Davies herausgegebenen Band Clara Schumann Studies (Cambridge University Press, 2021). Sie ist Mitglied des Redaktionsrats von Studia Musicologica (AK Journals) und Global Nineteenth-Century Studies (Liverpool University Press) sowie des advisory boards von Irish Musical Studies (Boydell Press).

Anja Bunzel holds a research position at the Musicology Department of the Institute of Art History, Czech Academy of Sciences. She gained her BA and MA from Freie Universität Berlin, Germany, and her PhD from Maynooth University, Ireland. She is visiting lecturer at Kunstuniversität Graz (Austria) and Charles University Prague (Czech Republic). Her research interests include music and gender, cultural transfer through private music-making in Central Europe during the nineteenth century, and nineteenth-century song. She is co-editor of Musical Salon Culture in the Long Nineteenth Century (Boydell, 2019), sole author of The Songs of Johanna Kinkel: Genesis, Reception, Context (Boydell, 2020), and has contributed to Clara Schumann Studies, edited by Joe Davies (Cambridge University Press, 2021). She is a member of the editorial boards of Studia Musicologica (AK Journals) and Global Nineteenth-Century Studies (Liverpool University Press) as well as of the advisory board of Irish Musical Studies (Boydell Press).

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Klaus Aringer ist seit 2005 Professor für Musikgeschichte und seit 2008 Vorstand am Institut Oberschützen der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz. Er studierte Musikwissenschaft, Germanistik und Geschichte in München (1992 Magister artium, 1997 Dr. phil.) Von 1996-2005 war er wissenschaftlicher Assistent an der Universität Tübingen, wo er sich 2003 habilitierte. Seine Forschungsinteressen liegen in der älteren wie auch der neueren Musikgeschichte (Schütz, Bach, Wiener Klassiker), mit einem besonderen Schwerpunkt auf den Gebieten Musikinstrumente, Geschichte des Orchesters und der Instrumentation. Er ist ordentliches Mitglied der Jury der Forschungspreise des Landes Steiermark. Gender-Forschung stärkt Tugenden: sie weitet das Blickfeld und macht neugierig.

André Doehring, Musikwissenschaftler und Soziologe, ist seit 2016 Professor für Jazz- und Popularmusikforschung und Vorstand des Instituts für Jazzforschung an der KUG. Zuvor promovierte und arbeitete er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Justus-Liebig-Universität Gießen (Deutschland). Er ist Präsident der „Internationalen Gesellschaft für Jazzforschung“ und Wissenschaftlicher Beirat der „Gesellschaft für Popularmusikforschung“ sowie Mitherausgeber von Jazzforschung / Jazz Research, Beiträge zur Jazzforschung / Studies in Jazz Research sowie der Online-Publikation Samples.de. Seine Erkenntnis der Wichtigkeit genderrelevanter Fragestellungen verdankt er in erster Linie seinem damaligen Soziologie-, weniger seinem Musikwissenschaftsstudium. Daher freut er sich über die an der KUG mit dem ZfG gebotenen Möglichkeiten, diese in der Musikwissenschaft, insbesondere aber auch in Jazz- und Popularmusikforschung weiter zu verankern.

Andreas Dorschel leitet seit 2002 das Institut für Musikästhetik der Kunstuniversität Graz (KUG). Zuvor unterrichtete er an Universitäten in England, Deutschland und der Schweiz, wo er 2002 an der Universität Bern für das Fach Philosophie habilitiert wurde. 2006 war er Gastprofessor in Stanford. 2008 wurde Dorschel in das Kuratorium des Wissenschaftsfonds der Republik Österreich (FWF) gewählt; von April 2010 bis September 2012 leitete er das Zentrum für Genderforschung (ZfG) der KUG. Zu seinen Büchern zählen: Nachdenken über Vorurteile (Hamburg: Felix Meiner, 2001), Gestaltung – Zur Ästhetik des Brauchbaren, 2. Aufl. (Heidelberg: Universitätsverlag Winter, 2003), Verwandlung. Mythologische Ansichten, technologische Absichten (Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 2009) und Ideengeschichte (Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 2010). Dorschel interessiert sich besonders für den ideengeschichtlichen Wandel der Konzeptionen des Geschlechtsunterschieds.

Ingeborg Harer, Ao. Univ. Prof. am „Institut für Alte Musik und Aufführungspraxis“ der Kunstuniversität Graz, beschäftigt sich mit den Verbindungen zwischen „Historisch informierter Aufführungspraxis“, und „Gender“. Die Spielpraxis im Allgemeinen und die biographische Forschung stehen dabei im Vordergrund. Neben Beiträgen zu Musikerinnen/Komponistinnen in der Lexikonliteratur (z.B. MGG und Instrumentalistinnen-Lexikon) umfassen die genderrelevanten Publikationen verschiedene Kulturbereiche: Kulturelle Netzwerke von Frauen am Wiener Kaiserhof […], in: Anklaenge […], Wien: MilleTre 2009; […] Marie Tunner (1844-1870) oder warum Frauenforschung immer noch aktuell ist, in: Frauen hör- und sichtbar machen […], Wien: Pöchl 2010, Ragtime, in: African American Music.[…], New York: Routledge 2012 (forthcoming).

Elisabeth Kappel ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Musikästhetik der Kunstuniversität Graz. Sie studierte Elektrotechnik-Toningenieur an der Technischen Universität Graz und Komposition/Musiktheorie (Abschluss 2008) sowie Instrumentalpädagogik Gitarre (Abschluss 2009) an der Kunstuniversität Graz. Sie forscht und publiziert zu verschiedenen Themen; im Vordergrund ihrer aktuellen Forschungsinteressen stehen Untersuchungen zu den Komponistinnen unter Arnold Schönbergs Schülerinnen.

Elisabeth Kolleritsch; geboren in Judenburg. Studium der Geschichte, Germanistik und Kunstgeschichte an der Universität Graz. Studienabschluß mit dem Mag. phil. und Dr. phil. Ab 1977 wissenschaftliche Mitarbeit am Institut für Jazzforschung an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Graz. Seit 2000 Ao.Univ.Prof. an diesem Institut. Generalsekretärin der Internationalen Gesellschaft für Jazzforschung. Forschungstätigkeit und Veröffentlichungen auf dem Gebiet der Jazzgeschichte (Buch "Jazz in Graz. Von den Anfängen nach dem Zweiten Weltkrieg bis zu seiner akademischen Etablierung. Ein zeitgeschichtlicher Beitrag zur Entwicklung des Jazz in Europa" = Band 10 der "Beiträge zur Jazzforschung/studies in jazz research", Graz 1995) sowie Aufbau und Führung des Institutsarchives. Mitherausgeberin der Publikationsreihen "Jazzforschung /Jazz Research" und "Beiträge zur Jazzforschung / Studies in Jazz Research".
 

Silke Kruse-Weber hat ihre Klavierstudien mit einem künstlerischen und pädagogischen Diplom abgeschlossen. Ergänzend studierte sie Musikwissenschaft, Philosophie und Theaterwissenschaft. Bei ihrer anschließenden Promotion in Musikpädagogik war sie an der Ludwig-Maximilians-Universität München Stipendiatin im Rahmen des Zweiten Hochschulsonderprogramms zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Während ihrer Arbeit an der Dissertation zum Thema „Klavierpädagogik im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts“ offenbarten sich zunehmend   genderspezifische Aspekte. Zahlreiche didaktische Ansätze von Klavierpädagoginnen können auch aus heutiger Sicht als modern, innovativ und weit vorausschauend  angesehen werden. Silke Kruse-Weber arbeitete viele Jahre als Pianistin und Klavierpädagogin. Über zwei Jahrzehnte lehrte sie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Sie gehörte von 2007 bis 2010 als wissenschaftliche Mitarbeiterin zusätzlich einem Forschungsteam zur Systematischen Musikpädagogik der Universität Bamberg an. Seit dem WS 2010/11 hat Silke Kruse-Weber die Professur für Instrumental- und Gesangspädagogik an der Kunstuniversität Graz übernommen. Eine Publikationsliste findet sich auf der Homepage www.impg.at.

Ute Rauwald studierte an der staatlichen Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Stuttgart Schauspiel. Nach ihrem Abschluss war sie acht Jahre lang als Schauspielerin in Stuttgart, Essen und Bremen tätig. Sie studierte an der Universität Hamburg Schauspiel-theaterregie, gewann 1998 mit ihrer Abschlussinszenierung “Sechs hässliche Töchter” den Regienachwuchswettbewerb der Wiener Festwochen und wurde nach Inszenierungen am Thalia Theater Hamburg Hausregisseurin am Deutschen Schauspielhaus Hamburg von 1999 bis 2002 und arbeitet seit 1993 regelmäßig mit freien Produktionen auf Kampnagel. Sie hat 2 Kinder. Im Jahre 2004 gewann sie mit ihrer Inszenierung “Abelite” den bayrischen Theaterpreis. Seit 2004 leitet sie die Hamburger Generationstheatergruppe “RauwaldCompany”. Sie inszeniert als freie Regisseurin, unter anderem in Frankfurt, Darmstadt, Nürnberg, Bamberg, Thaliatheater, Bremer Theater, Kampnagel und bei der Ruhrtrienale. Sie erarbeitete für die Kulturhauptstadt Ruhr 2010 das dreijährige, internationale Projekt Lea. Seit 2002 ist sie Dozentin für Regie an der Theaterakademie Hamburg, seit 2011 Gastprofessorin und Dozentin für Regie an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" Berlin und seit 2011 als Professorin für Schauspiel an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Graz tätig und leitet Kooperations- und Austauschprogramm der Regie- und SchauspielstudentInnen.

Kendra Stepputat ist wissenschaftliche Mitarbeiterin (Senior Scientist) am Institut für Ethnomusikologie der Kunstuniversität Graz. Die gebürtige Berlinerin machte 2003 ihren Magisterabschluss in Vergleichender Musikwissenschaft, Publizistik (Freie Universität Berlin) sowie Südostasienstudien (Humboldt Universität Berlin). Im Rahmen ihres Studiums absolvierte sie ein Stipendienjahr an der Hochschule für indonesische Künste (ISI) in Denpasar, Bali. Von 2003-2009 arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Musik, Abteilung Musikwissenschaft, der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Seit 2009 lebt und arbeitet sie in Graz. 2010 schloss sie ihr Doktorat in Ethnomusikologie an der Kunstuniversität Graz ab. Ihre Forschungsschwerpunkte sind balinesische Musik und Tanz sowie der Tango Argentino als kosmopolitische Kultur (Habilitationsprojekt).

Werner Strenger Schauspieler, geboren 1969 in Graz, studierte von 1988 bis 1992 an der damaligen Hochschule für Musik und darstellende Kunst seiner Geburtsstadt. Von 1992 bis 2013 gehörte er als Schauspieler den Ensembles an am Tiroler Landestheater in Innsbruck, am Deutschen Theater Göttingen, Schlosstheater Moers, Schauspiel Essen und am Schauspielhaus Bochum. Besonders am Schlosstheater Moers entstanden zahlreiche Arbeiten der künstlerischen Forschung zu Themen der social diversity. Prägende Arbeiten der Forschung zum Phänomen der performativen Handlung als grundlegendem Werkstoff der Schauspielkunst führten ihn als Gast an die Toneelgroep Amsterdam und zur Veenfabriek Leiden. Von 2008 bis 2013 war er Dozent an der Folkwang Universität der Künste in Essen. Seit 2013 ist er Professor am Institut Schauspiel der Universität für Musik und darstellende Kunst in Graz und spielte als Gast an der Veenfabriek Leiden, dem Schlosstheater Moers, am Schauspielhaus Bochum, am Davos Festival / Ernst-Ludwig-Kirchner-Museum Davos. Er arbeitete unter anderem mit den Regisseur*innen David Bösch, Nuran David Calis, Paul Koek, Sebastian Nübling, Bernadette Sonnenbichler, Katharina Thalbach, Kay Voges, Roger Vontobel und Anselm Weber zusammen. Seit 2015 spielt er regelmäßig am Schauspielhaus Graz.

Sarah Weiss is an ethnomusicologist in the Department of Music at Yale working primarily in Asian performing arts. She has addressed issues of gender, aesthetics, postcoloniality, and hybridity in both her writing and teaching. Her book, Listening to an Earlier Java: Aesthetics, Gender and the Music of Wayang in Central Java, was published in 2006 by KITLV Press in Leiden. Weiss is now working on a comparativea study of women as performers in five world religions entitled Ritual Soundings: Women, Religion and Music.

Dr. Lisa Colton directs the Centre for the Study of Music, Gender and Identity (MuGI) at the University of Huddersfield. Her reserch focuses on intersections between Western music, gender and sexuality within diverse chronological contexts, from medieval motets to the songs of Lady Gaga. She is currently working on Angel Voices: Medieval English Music History (Ashgate), and is co-editing two volumes stemming from MuGI conferences activities: Gender, Age and Musical Creativity, with Catherine Haworth (Ashgate 2015), and Sources of Identity: Makers, Owners and Users of Music Before 1600, with Tim Shephard. Her work has appeared in Music and Letters, Journal of the Royal Musical Association, Contemporary Music Review, Early Music and Plainsong and Medieval Music. Future plans include research relating to medievalism in the music of British composer Margaret Lucy Wilkins.

Mary Ann Smart is Gladyce Arata Terrill Professor of Musicology at the University of California, Berkeley. Her work focuses on social dimensions of opera in nineteenth-century Europe. Her publications include (ed.) Siren Songs: Representations of Gender and Sexuality in Opera (Princeton: Princeton University Press, 2000) and Mimomania: Music and Gesture in Nineteenth-Century Opera (Berkeley: University of California Press, 2004). Smart’s current projects are the book Risorgimento Fantasies: Opera and Politics in Italy to 1848 (forthcoming 2011) and a study of the audio-visual politics of operatic staging over the past 30 years.

Laura Tunbridge is Senior Lecturer in Music at the University of Manchester. She read music at Oxford, and in 2002 gained a PhD from Princeton, with a dissertation on Robert Schumann’s music for Byron’s Manfred and the Szenen aus Goethe’s Faust. In 2007 Cambridge University Press published Tunbridge’s book Schumann’s late style; her Cambridge Introduction to the Song Cycle is currently in press. She is  particularly interested in gender issues related to the lied.

We are pleased to announce that this year’s Dent Medal, struck in memory of the distinguished scholar and musician Edward J. Dent (1876–1957), has been awarded to Laura Tunbridge.
Excerpt from the announcement:
Tunbridge’s work is distinguished by her dedication to the historical specificity and contingency of musical meaning, whether unpicking the way that Schumann’s biography shaped the reception of his music, the role of recording technology in communicating the idea of a song cycle, or the agency of performers (or radio producers, or filmmakers) as they engage with and interpret repertoires we think we know. In The Song Cycle, this led Tunbridge to challenge musicologists to take seriously as song cycles concept albums by twentieth-century popular artists as disparate as Joni Mitchell and Radiohead alongside earlier, “classic” examples by Schubert and Schumann. Singing in the Age of Anxiety, meanwhile, is exemplary in its subtle, productive intertwining of performing and cultural histories.
Tunbridge’s scholarly achievements are particularly remarkable given the work she has also undertaken as an administrator and public intellectual.
Read the full citation here: rma.ac.uk/2021/06/18/dent-medal-for-2021-awarded-to-laura-tunbridge
The Dent Medal has been awarded by the Royal Musical Association annually since 1961 to recipients selected for their outstanding contribution to musicology. A list of candidates is drawn up by the RMA Council and the IMS Directorium. Further details on the award: musicology.org/dent-medal