Speziallehrveranstaltung IGP: Instrumental lessons with elderly people (VU)
Krista de Wit und Karolin Dons
Institut 5

The course focuses on new age-friendly music pedagogical practices and the principles of inclusive instrumental and vocal pedagogy with older adult learners. The students are brought to reflect on their assumptions and understandings of older instrumental learners, reconsider their pedagogical approaches, methods and material, as well as the ethical demands when it comes to teaching their instrument to a senior pupil in the shared inter-generational learning space. The course builds upon theory on ageing, musical learning in the third age, musical meaning-making, and andragogy. Combining the theoretical knowledgebase to critical refection on what kind of considerations are necessary for developing age-inclusive instrumental teaching practices, the course aims to inform the broadening of the students’ professional approaches.

KUGonline: https://online.kug.ac.at/KUGonline/wbLv.wbShowLVDetail?pStpSpNr=930878&pSpracheNr=1


Verbalisieren von Musik (UE)
Nadine Scharfetter
Institut 14, Palais Meran, Seminarraum Zi. 24

Musik beschreiben, erklären, beurteilen sind wichtige Aufgaben der Kunst- und Kulturvermittlung und damit zusammenhängend Grundlage vieler neuer Berufsfelder. Die Aufmerksamkeit des Seminars gilt der Qualität fachbezogenen Schreibens, wobei die vielfältigen Modelle der Annäherung an den musikalischen Gegenstand aufgezeigt und an konkreten Aufgabenstellungen erprobt werden. Unter Heranziehung Neuer Medien (Diskussionsforen, Wikis) wird kollaboratives Lernen und interaktives Arbeiten trainiert. Dabei ist darauf zu achten, dass verschiedene Kriterien und Anforderungen der Gestaltung von Texten in Printmedien (Pressemeldung, Bericht, Programmeinführung, Rezension, musikliterarischer Essay) in entsprechender Weise erfüllt und berücksichtigt werden.

e-Learning URL: https://elearning.kug.ac.at/enrol/index.php?id=1595
KUGonline: https://online.kug.ac.at/KUGonline/wbLv.wbShowLVDetail?pStpSpNr=924292


Musik und Behinderung. Einführung in die Disability Studies aus musikwissenschaftlicher Perspektive (VU)
Mag.phil Anna Benedikt MA Ph.D.

„Disability Studies“  bezeichnet eine interdisziplinäre Forschungsperspektive, die die soziale, historische und kulturelle Konstruktion von Behinderung untersucht. In dieser Lehrveranstaltung wird hinterfragt wie Behinderung in musikalischen Kontexten konstruiert/thematisiert wird. Wie beeinflusst die Kategorie Behinderung (musikalische) Identitäten? Wie wird Behinderung in musikalischen Diskursen und Narrativen konstruiert? Wie wird Behinderung musikalisch verarbeitet?
 

Der Salon im 19. Jahrhundert: ein alternatives Museum musikalischer Werke (Proseminar, Blockseminar)
Dr Anja Bunzel (bunzel@udu.cas.cz)
(GWF 4.1, Musikaesthetik oder Freies Wahlfach)
Institut 14, Palais Meran, Seminarraum Zi. 24

In diesem Proseminar setzen sich die Studierenden mit einer alternativen Musikgeschichte auseinander, die sich nicht an einzelnen Werken und/oder Individuen orientiert, sondern den Salon als ein Tätigkeitsfeld musikkultureller Praxis ins Blickfeld nimmt. So sollen unbekanntere Protagonist_innen und Werke sowie Verknüpfungspunkte verschiedener kreativer Prozesse in den Fokus rücken. Einzige Voraussetzung zur Teilnahme ist ein Interesse am Thema.

Termine:
20. März 2020 (13:00–17:00)
21. März 2020 (9:30–15:30)
8. Mai 2020 (13:00–17:00)
9. Mai 2020 (9:30–15:30)
15. Mai 2020 (13:00–17:00)
16. Mai 2020 (9:30–16:00)


Ästhetik und Gender - Musik, Musikwissenschaft und Gender

Proseminar
Nadine Scharfetter
(GWF 4.1, Musikaesthetik oder Freies Wahlfach)
Institut 14, Palais Meran, Seminarraum Zi. 24

Im Proseminar werden die Grundlagen von Gender Studies erarbeitet und die Basisbegriffe wie Gender, Women Studies, Feminismus, Männerforschung, Genderperformance, etc. erklärt, bevor eine Beschäftigung mit historischen und aktuellen Zusammenhängen von Gender Studies und Musikwissenschaft folgt. Die beiden Texte von Eva Rieger (1995) und Sigrid Nieberle/Eva Rieger (2005) werden als vorbereitende Lektüre empfohlen (siehe LV-Unterlagen). Regelmäßige Teilnahme und Lektüre von ausgewählten Texten werden vorausgesetzt. Themen für eine schriftliche Hausarbeit werden im PS abgesprochen.

Termine:
Do, 05. März 2020 (11:30-13:00)
Do, 12. März 2020 (11:30-13:00)
Do, 19. März 2020 (11:30-13:00)
Do, 26. März 2020 (11:30-13:00)
Do, 02. April 2020 (11:30-13:00)
Do, 23. April 2020 (11:30-13:00)
Do, 30. April 2020 (11:30-13:00)
Do, 07. Mai 2020 (11:30-13:00)
Do, 14. Mai 2020 (11:30-13:00)
Do, 28. Mai 2020 (11:30-13:00)
Do, 04. Juni 2020 (11:30-13:00)
Do, 18. Juni 2020 (11:30-13:00)
Do, 24. Juni 2020 (11:30-13:00)


Diversität und Musikwissenschaft (Übung)
Mag.phil Anna Benedikt MA Ph.D.

Mit Diversität wird in gesellschaftlichen und politischen Diskursen auf die positive Anerkennung von menschlicher Vielfalt und von heterogenen Lebensentwürfen verwiesen. Was bedeutet dieses Konzept aber in Bezug auf Musik? Welche Rolle spielt Inklusion darin? Wie können die verschiedenen Diversitätsdimensionen (Geschlecht, Alter, physische/psychische Fähigkeiten, Herkunft etc.) im Bereich der Musik Berücksichtigung finden? Welche Relevanz haben diese Begriffe für musikwissenschaftliche Forschung? Was zeichnet diversitätssensible Musik- oder Theaterprojekte aus und wie lassen sich solche umsetzen?
Diese und weitere Fragen werden im Rahmen der LV bearbeitet. Dabei werden wir uns gemeinsam mit unterschiedliche Theorien und Konzepten beschäftigen (z.B. Transkulturalität, Disability Theory, Inklusionstheorien etc.). Danach werden wir uns einzelnen Diversitätskategorien (Alter, Behinderung, Geschlecht, Ethnizität, Hautfarbe, sexuelle Orientierung) widmen und gemeinsam untersuchen, wie diese in musikwissenschaftlicher Forschung Berücksichtigung finden können.

Ziele:
-Diversität wird als Konzept verstanden
-Theorien und Konzepte aus unterschiedlichen Forschungsrichtungen können damit verknüpft werden
-Diversitätssensible musikwissenschaftliche Forschung wird exemplarisch aufgezeigt

Termine:
Mo 02.03.2020 10:00 - 11:30 Leonhardstraße 15, Zi. 24
Mo 09.03.2020 10:00 - 11:30 Leonhardstraße 15, Zi. 24
Mo 16.03.2020 10:00 - 11:30 Leonhardstraße 15, Zi. 24
Mo 23.03.2020 10:00 - 11:30 Leonhardstraße 15, Zi. 24
Mo 30.03.2020 10:00 - 11:30 Leonhardstraße 15, Zi. 24
Mo 20.04.2020 10:00 - 11:30 Leonhardstraße 15, Zi. 24
Mo 27.04.2020 10:00 - 11:30 Leonhardstraße 15, Zi. 24
Mo 11.05.2020 10:00 - 11:30 Leonhardstraße 15, Zi. 24
Mo 18.05.2020 10:00 - 11:30 Leonhardstraße 15, Zi. 24
Mo 25.05.2020 10:00 - 11:30 Leonhardstraße 15, Zi. 24
Mo 08.06.2020 10:00 - 11:30 Leonhardstraße 15, Zi. 24
Mo 15.06.2020 10:00 - 11:30 Leonhardstraße 15, Zi. 24
Mo 22.06.2020 10:00 - 11:30 Leonhardstraße 15, Zi. 24

Diversität und Musikwissenschaft FWF
Übung
Mag.phil. Anna Benedikt MA Ph.D.

Mit Diversität wird in gesellschaftlichen und politischen Diskursen auf die positive Anerkennung von menschlicher Vielfalt und von heterogenen Lebensentwürfen verwiesen. Was bedeutet dieses Konzept aber in Bezug auf Musik? Welche Rolle spielt Inklusion darin? Wie können die verschiedenen Diversitätsdimensionen (Geschlecht, Alter, physische/psychische Fähigkeiten, Herkunft etc.) im Bereich der Musik Berücksichtigung finden? Welche Relevanz haben diese Begriffe für musikwissenschaftliche Forschung? Was zeichnet diversitätssensible Musik- oder Theaterprojekte aus und wie lassen sich solche umsetzen? Diese und weitere Fragen werden im Rahmen der LV bearbeitet. Dabei werden wir uns gemeinsam mit unterschiedliche Theorien und Konzepten beschäftigen (z.B. Transkulturalität, Disability Theory, Inklusionstheorien etc.). Danach werden wir uns einzelnen Diversitätskategorien (Alter, Behinderung, Geschlecht, Ethnizität, Hautfarbe, sexuelle Orientierung) widmen und gemeinsam untersuchen, wie diese in musikwissenschaftlicher Forschung Berücksichtigung finden können.


Verbalisieren von Musik
Übung
Nadine Scharfetter BA MA

Musik beschreiben, erklären, beurteilen sind wichtige Aufgaben der Kunst- und Kulturvermittlung und damit zusammenhängend Grundlage vieler neuer Berufsfelder. Die Aufmerksamkeit des Seminars gilt der Qualität fachbezogenen Schreibens, wobei die vielfältigen Modelle der Annäherung an den musikalischen Gegenstand aufgezeigt und an konkreten Aufgabenstellungen erprobt werden. Unter Heranziehung Neuer Medien (Diskussionsforen, Wikis) wird kollaboratives Lernen und interaktives Arbeiten trainiert. Dabei ist darauf zu achten, dass verschiedene Kriterien und Anforderungen der Gestaltung von Texten in Printmedien (Pressemeldung, Bericht, Programmeinführung, Rezension, musikliterarischer Essay) in entsprechender Weise erfüllt und berücksichtigt werden.


Genormte Blicke, widerständige Körper FWF
Künstlerischer Gruppenunterricht
Julischka Stengele

Feld: Körper - Raum - Blickregime - Performance - Darstellung / Abbildung / Beschreibung
Inhalt dieser Lehrveranstaltung ist die Reflexion der Wahrnehmung und Darstellungen unterschiedlicher Körper und die gesellschaftlichen Verhältnisse, in die diese jeweils eingebunden sind, sowie der Versuch, diese abseits eingeschriebener Lesarten und Machtstrukturen neu erfahren, betrachten und begreifen zu können. Die Auseinandersetzung mit dem Blick, das Verhältnis von anschauen und angeschaut werden ist dabei von zentraler Bedeutung. Insbesondere der Blick auf marginalisierte, gleichsam hypersichtbar wie unsichtbar gemachte Körper, sowie der Blick von jenen Körpern/Personen auf sich selbst. Die (un/freiwillige) Bühne - ob Vorlesungsraum, Theater oder Straße - dient als Austragungsort für diese Auseinandersetzung. In diversen Übungen sollen durch einen experimentellen Zugang Sehgewohnheiten und Glaubenssätze hinterfragt, die (gedachten/gefühlten) Limits des (eigenen oder fremden) Körpers herausgefordert und neue Sichtweisen ermöglicht werden. Beispielsweise indem ein Portrait mithilfe des Tastsinns anstelle des Sehsinns erstellt wird, das Wechselspiel von anschauen und angeschaut werden erprobt wird, oder einzelne Körperteile ihrer bekannten Funktion enthoben, in neue Zusammenhänge gebracht werden und sich dadurch eingeübten Ordnungs- und Bewertungsmustern widersetzen. Bilder und Abbilder entstehen parallel, Darstellung(en) und Methoden werden gemeinsam als Akte von (medialer) Macht befragt. Einige Übungen sind inspiriert von meiner eigenen künstlerischen Praxis und meiner 15-jährigen Erfahrung als Aktmodell, Performerin und Fotografin. Andere werden direkt auf Basis der behandelten Texte entwickelt. Werkzeuge und Arbeitsmaterialien sind u.a. der eigene Körper, Tastsinn, Sehsinn, Hörsinn, Nacktheit, Imagination, Sprache, Zeichnung, Schreiben, Zeit, Raum, Präsenz, Bildbeispiele, sowie intersektionale, queer-feministische Repräsentationskritik in Bezug auf race, class, gender, ability, sexuality.


(GWF) VU (Auto-)Biographie, Erinnerung und die Konstruktion von Identität und Image
Vorlesung und Übung
Mag.phil. Dr.phil. Michaela Krucsay

Biographien und Autobiographien prägen in hohem Maße das öffentliche Bild, das von MusikerInnen bzw. KomponistInnen vorherrscht. Auf der Basis von Zuschreibungen und Diskursen wie z.B. zu den „Geschlechtscharakteren“ im 19. Jahrhundert, zur Kreativität im Allgemeinen oder zur Genialität im Besonderen, die zum Teil bis in unsere Gegenwart nachwirken, verfestigen sich nicht nur Selbstbilder, die unter anderem in Egodokumenten nach außen getragen werden, sondern finden auch mehr oder weniger unmittelbar intendierte Prozesse der Image-Konstruktion statt. Die Lehrveranstaltung befasst sich in diesem Kontext mit der nicht immer eindeutigen Unterscheidung von Biographie und Autobiographie sowie dem Potential als auch den Gefahren beider Gattungen als musikhistorischer Quellen, wobei besonderes Augenmerk auf die Konstituierung von Selbst und Gender und deren Rezeption in der Öffentlichkeit gelegt wird. Die Basis dafür bildet eine intensive Auseinandersetzung mit ausgewählten Fallbeispielen vom „langen 19. Jahrhundert“ bis heute auf der Grundlage relevanter Theorien und Methoden aus dem Bereich der Musik- bzw. Kulturwissenschaft.


Ringvorlesung: Geschlecht und Gewalt

Inhalt
Die Lehrveranstaltung gibt einen Überblick über Gewalt in Familien sowohl im wissenschaftlichen Diskurs als auch in der österreichischen institutionellen Praxis. Insbesondere wird von den interdisziplinären Vortragenden auf folgende Themenbereiche näher eingegangen:
-Entwicklung von Frauenrechts-/Kinderrechtsbewegungen in Österreich im Vergleich mit anderen europäischen Ländern
-Überblick über familiäre Gewaltformen und familiäre Gewaltdynamiken
-Kinder und Jugendliche als (Mit)-Betroffene von familiärer Gewalt
-Opferschutzorientierte Täterarbeit
-Handlungsfelder ausgewählter Österreicher Institutionen im Bereich familiärer Gewalt

Ziel
Überblick über den aktuellen wissenschaftlichen Diskurs familiärer Gewalt in unterschiedlichen Disziplinen; Überblick über die institutionelle Ausgestaltung zu familiärer Gewalt - Rechtssystem, Hilfeangebote etc.; Sensibilisierung für den Themenbereich familiäre Gewalt in der eigenen Lebenswirklichkeit; Genderreflektierter Gewaltdiskurs.

Tamara Friebel - The role of intuition in forming creative flow WF
Ein Semester Forschung in den verschiedene Arten und Weisen, wie sich die Intuition hat im Laufe der Zeit gebildet hat. Ich schlage eine “künstlerische Recherche” vor – reverse engineering – und künstlerische Arbeit, wo durch die Gegenüberstellung von bestimmten Arbeiten (Komposition, Bücher, Architektur) einem bestimmten Thema und der zugrunde liegenden intuitive Kraft erkundet werden. Intuition hat oft eine feministische Kraft bezeichnet und ist weit verbreitet in spirituellen mystischen Pfade als zwingend notwendig, um das Gleichgewicht der kreativen Energien, um neue künstlerische Arbeit zu schaffen versteht.


Silvia Martinez - Gender Studies and Popular Music: an Ethnomusicological Approach (PS)
This proseminar aims to provide students on BA level with theoretical and analytical tools that allow them to be able to read recent popular music practices from a gender perspective within theories and approaches in ethnomusicology.

As main goals, students attending this course will:
• Manage to produce a critical view in terms of gender theories on mainstream pop songs (lyrics, music and performance)
• Be able to analyze music videoclips from a gender perspective
• Develop clues to analyse underground urban musical practices from an intersectional perspective
• Be aware of theoretical gender approaches used recently in popular music studies (for instance, queer theory and transfeminsm)

Course topics include:
• Theoretical framework: Feminist Ethnomusicology, Queer Theory, Transfeminism
• The voice: sounding gender on stage
• Love Songs, romantic stories and rape culture in popular mainstream.
• Urban underground musics. Punk, Hip-hop, Trap.
• Bodies and tropical paradises. Latin Music and Reggaeton


Lale Rodgarkia-Dara - Radio-Art in Practice. Das offene Ohr im Zwischenton (KG)
Die Welt des Radios ist - vielleicht wie keine anderes Medium - stillschweigend mit dem Alltag verknüpft. Und das System Alltag ist von Inklusions- und Exklusionsmechanismen durchzogen. Prozesse unbewusster und zum Teil bewusster Reproduktionen von Ungleichheiten, Hierarchien und Machtverhältnissen. (Laut-)stärken, die Zwischentönen den Atem nehmen. Und Zwischentöne nisten im Alltag abseits von Heteronormativität, Geschlechterpolarität, Herkunftszuschreibungen, Religionsanghörigkeit und Hautfarbe. Sie bestimmen zuletzt unser Leben. Wie klingt Heteronomativität im Radio? Wie kann feministische Radiokunst klingen? Klingt sie anders als queere Radiokunst? Vor allem wie klingt die Radiokunst der Studierenden?
Wir versuchen, jene Zwischentöne abseits von Zuschreibungskategorien aus einer individuellen künstlerischen Perspektive ins Radio zu bringen. Emanzipatorische Ansätze in der Entwicklung von Fragestellungen und künstlerischer Praxis stehen prominent im Vordergrund. Gender als Strukturkategorie soll in praktischen Beispielen anhand des Mediums behandelt werden, wobei eine Erweiterung des Radio-Begriffs über KW, LW, MW, UKW, Satellitenradio und Internetradio hinaus auf alle Frequenzen (vom CB-Funk über Mobilfunknetz) und ihre Protagonist*innen angestrebt wird.

Dr.in Ana Hofman - Transcultural Approach to Gender and Sexuality in Music (VU)
In dieser Lehrveranstaltung wird danach gefragt, welche Rolle Gender und Sexualität in Bezug auf Musik in unterschiedlichen Kulturen und Genres spielt. Es wird ein Überblick geboten, wie Gender und Sexualität durch Musik konstituiert wird.

The course aims at exploring, questioning and discussing central issues of gender and sexuality in music accross various cultures and music genres. The course provides an overview and in-depth discussion on how gender and sexuality are constituted through music. During the course, students will examine and discuss a large variety of crucial issues through the scholarly works that has laid the theoretical groundwork in the fields of feminist music studies, queer studies in music, and music and masculinities. The transcultural approach taken meant that we will discuss a wide range of case studies from across the world cultures both through readings and through the music examples. The music examples include genres of traditional, popular, jazz, classical or film music throughout the twentieth and twentyfirst centuries. Students are also invited to bring their own examples from different music genres into discussion. The course material will also include a documentary films related to the theme of music, gender and sexuality. The course consists of 10 sessions. For each session (including the first), the students will read one article/book section which give preliminary understanding of the day’s topic, and in the sessions, further knowledge on the subject matter is brought by the teacher as well as students. Students will write a homework in a form of blog.


Dr.in Hannah Bosma - Gender and Electronic Music Technology (VU)
In dieser Lehrveranstaltung wird untersucht, wie elektronische Musik und Musiktechnologie mit der Kategorie Geschlecht in Zusammenhang stehen. Begonnen wird mit einer Einführung in die Gender Studies, der feministischen Musikwissenschaft und Gender und Technology Studies. Danach wird untersucht, welche Rolle der Kategorie Geschlecht in Hinblick auf Musiktechnologie, elektroakustischer Musik, Dance und DJ-Kultur, etc. zukommt.

This lecture series explores how electronic music and music technology relate to gender. It starts with introductions into gender studies, feminist musicology and gender and technology studies. Subsequently, the seminars address gender structure and gender symbolism in relation to music technology, electroacoustic/electronic music, glitch and dance/DJ culture, the work of female composers and sound artists, electroacoustic music and music technology in relation to (dis)embodiment, and some case studies. Given the profound gender imbalance in many areas related to music technology and electronic music, it is important that the students learn to recognize this gender imbalance in various practices and situations they will encounter in their professional or academic life, and acquire insights into causes, effects and solutions. To acquire such proficiency, the students will be offered insights from academic research and theories and asked to apply these to various musical examples and to their own musical area.

Dr.in Elfriede Reissig - "Klang und Nuance" - Younghi Pagh-Paan und Isabel Mundry FWF (PS)
Die südkoreanische Komponistin Younghi Pagh-Paan (*1945) und die deutsche Komponistin Isabel Mundry (*1963) zählen zu den wichtigsten Klangschaffenden der Gegenwart. Die Inhalte der Lehrveranstaltung stellen die unterschiedlichen Wege in die europäische bzw. internationale Musikavantgarde vor und ermöglichen die intensive Auseinandersetzung mit den musikästhetischen Aspekten ihres Oeuvres vom Solo-instrumental bzw. -vokalwerk bis zum Musiktheater. Einen Schwerpunkt bildet die Darstellung sonosphärischer Perzeption und den Tendenzen der Erneuerung als Konsequenz für das künstlerische Werk, im Spiegel transkultureller Prozesse hinsichtlich der Gender-Kategorie.


Dr.in Katharina Rost & Dr. Rainer Simon - Gender-Konzepte in aufgeführter Musik GWF (PS)
In Musikaufführungen werden nicht nur Klänge sondern auch verschiedenste Gender-Vorstellungen performativ hervorgebracht. Auf der Grundlage von Gender-, Queer- und Aufführungstheorien (u.a. von Butler und Fischer-Lichte) setzt sich das Proseminar mit der Frage auseinander, wie verschiedene Geschlechterrollen zu unterschiedlichen Zeiten in und durch die Aufführung von Musik nicht nur repräsentiert sondern zuvorderst erzeugt werden. Inwiefern evozieren zum Beispiel das Spielen eines bestimmten Instrumentes, das Singen in einer spezifischen Stimmlage oder die jeweilige Interpretation eines Stückes Vorstellungen von ‚feminin’ oder ‚maskulin’? Wie verschieben sich solche Verortungen im Verlauf der Zeit? Und wie gehen wir damit um, wenn die Verknüpfung mit dem Konzept vom biologischen Geschlecht obsolet ist? Mit der Schwerpunktsetzung auf vier im Kontext der Fragestellung herausragenden Epochen und jeweils unterschiedlichen musikalischen Genres sowie Phänomenen wird sich das Proseminar den Fragen aus historischer Perspektive widmen. Barockopern des 18. Jahrunderts werden hinsichtlich der Bedeutung von Hosenrollen und Stimmpraktiken für das damalige Geschlechterverständnis befragt, die behauptete Bedeutungslosigkeit absoluter Musik anhand der durchaus geschlechtsbedingten Konzertkultur des 19. Jahrhunderts kritisch überprüft und die Thematisierung von Gender einerseits in den Berliner Operetten und Revuen des frühen 20. Jahrhunderts (z.B. durch Travestie) und andererseits in der Popmusik des späten 20. und frühen 21. Jahrhundert diskutiert.

Dr.in Tamara Friebel - The role of intuition in forming creative flow (PS)
Ein Semester Forschung in den verschiedene Arten und Weisen, wie sich die Intuition hat im Laufe der Zeit gebildet hat. Ich schlage eine “künstlerische Recherche” vor – reverse engineering – und künstlerische Arbeit, wo durch die Gegenüberstellung von bestimmten Arbeiten (Komposition, Bücher, Architektur) einem bestimmten Thema und der zugrunde liegenden intuitive Kraft erkundet werden. Intuition hat oft eine feministische Kraft bezeichnet und ist weit verbreitet in spirituellen mystischen Pfade als zwingend notwendig, um das Gleichgewicht der kreativen Energien, um neue künstlerische Arbeit zu schaffen versteht.


Dr.in Charlotte Seither - Subjekt und Stimme. Zur Konstruktion von Weiblichkeit in der Experimentellen Musik nach 1960 (VU)
Im Mittelpunkt des Seminars stehen ausgewählte Vokalwerke für Stimme solo von John Cage, Luciano Berio, Luigi Nono u.a., in denen neue vokale Verhaltensformen präsentiert werden. Wie gestaltet sich hier das Verständnis von InterpretIn und Rolle, wie treffen Stimme und Subjekt aufeinander? Inwieweit verändert die Neue Musik mit ihren expansiven Ausdruckstechniken das Rollenbild, das wir von Frauen bzw. Männern auf der Bühne haben? Das Seminar hinterfragt die Beziehung von Identifikation und Rolle, von Ich und Ich-Bild, insbesondere aber von traditionellen und experimentell verschobenen Geschlechterrollen, wie sie den vorliegenden Werken entnommen werden können. Es lädt dazu ein, sich kritisch mit den Parametern "Identifikation" und "De-Identifikation", aber auch mit den Begriffen "Rolle" und "Rollenerwartung" auseinander zu setzen.


Dr. Eckhard Weber - Die „neue Frau“, der „neue Mann“: Transformierte Gender-Performanzen im Musiktheater nach dem Ersten Weltkrieg (VU)
Der Erste Weltkrieg mit seinen vielfältigen geo- und machtpolitischen Verschiebungen und Umbrüchen hatte im Bereich des Sozialen auch Veränderungen im Verhältnis von Frau und Mann zur Folge. Ob der epochale Einschnitt des Krieges dies direkt generierte oder vielmehr als Katalysator vorher sich bereits andeutender Tendenzen fungierte, darüber streiten bis heute die HistorikerInnen. Fest steht, dass die aus dem 19. Jahrhundert stammenden Frauenbilder und Imaginationen von Weiblichkeit (z.B. Femme fatale/Femme fragile) nach 1918 ausgedient hatten. Damit ging gleichzeitig eine Veränderung des traditionellen Männerbildes einher. Die Transformationen sind schon alleine im äußerlichen Erscheinungsbild ersichtlich: In den Roaring Twenties wurden bei den modernen Frauen (als Flappers im angelsächsischen Sprachraum bezeichnet) die Haare und Röcke kürzer, die opulenten Kopfbedeckungen des Fin de siècle wurden entsorgt, und die französische Modeschöpferin Gabrielle »Coco« Chanel kreierte das »kleine Schwarze«. Bei den Männern fielen Bärte und gezwirbelte Oberlippenbärte der Schere zum Opfer, Zylinder und Gehrock kamen aus der Mode, stattdessen sah man Männer mit deutlich sportlicherer Kleidung wie etwa Schildmütze, Pullover und Knickerbocker-Hosen. Dies waren aber lediglich äußerliche Merkmale für eine tiefgreifende Veränderung der Beziehungen zwischen den Geschlechtern. Die Frauen gingen wortwörtlich aus dem engen Korsett traditioneller Rollenvorstellungen heraus, wurden aktiv und offensiv, promisk und sportlich, mutig und experimentierfreudig, probierten also Eigenschaften aus, die vorher nur Männern zugestanden wurden. Und die Männer reagierten auf die neuen Verhältnisse. Das europäische Musiktheater unmittelbar vor, während und nach dem Ersten Weltkrieg nahm solche gesellschaftlichen Entwicklungen in Sujets, Bühnenausstattung und auch in der Musik auf. Dies soll in der Lehrveranstaltung untersucht werden.


Dr.in Irene Suchy - NS-verfemte Musik aus feministischer Perspektive FWF (PS)
Die Vorlesung beschäftigt sich in exemplarischer Weise mit Frauen- und Geschlechtergeschichte, und zwar aus der Sicht des NS-Musiklebens. In den letzten 30 Jahren ist die Forschung an den Auswirkungen der NS-Politik auf Musikschaffende und Musikleben sowohl tiefgreifend wie differenziert betrieben worden. In Bezug auf den Blickwinkel der weiblichen Musikschaffenden sind einzelne Biografien entstanden, in der Folge wurde eine strukturelle Betrachtung des NS-Musiklebens und seiner gender-gesellschaftlichen Prägungen zum Gegenstand der Wissenschaft möglich gemacht haben. Der wissenschaftliche Blickwinkel ist methodisch von der aktuellen Frauen- und Geschlechterforschung geprägt: von legalen und sozialen Praktiken der Geschlechtsunterscheidung, vom Öffentlichkeiten-Diskurs, von Geschlechterstereotypen und ihrer Verankerung in Verwaltung und Gesetz. Das Musikleben im Nationalsozialismus prägt die Rolle von Frau und Mann in einschneidender Weise, was Zuordnungen in den Hierarchien der kulturpolitischen Systeme, in den Genres, im Aktionsradius, im Grad der Verfemung, im Eingriff in das Privatleben betrifft. Insofern ist diese Epoche hinsichtlich der Musikgeschichte wie der Frauen- und Geschlechterforschung von besonderer Aussagekraft: Zuordnungen von Gender wurden legal verankert und wirken bis heute nach. Die Vorlesung beschäftigt sich mit NS-Verfemung und dem weiblichen Musikleben in vielfacher Sichtweise. Sie referiert die politischen Bedingungen der NS Zeit, die Limitierung von Frauen auf niedrig verwerteten Musikgenres bzw. den Frauenausschluss aus den höher verwerteten, den Status der Frauen in der kulturpolitischen Verwaltung der Reichsmusikkammer, die Karriere-Möglichkeiten von Komponistinnen und Interpretinnen im NS-Regime wie Grete von Zieritz, Felicitas Kuckuck oder Elly Ney einschließlich der grotesken Musikausübung in den Frauenorchestern der KZs. Auf der Seite der aus dem NS-System Ausgeschlossenen sind die Exilantinnen und ihrer Verdienste wie Vally Weigl und Ruth Schonthal, exemplarische Biographien von NS-verfemten Interpretinnen wie Mäzeninnen und die schwierige Erfassung ihrer Leistungen wie Lotte Lenya, Edith Gal oder die Interpretinnen des Dada, die Leistungen NS-verfemter Musikwissenschafterinnen und –journalistinnen wie Anneliese Landau und Eta Harich-Schneider u.a.

Peter Plessas DI - Komposition mit personalisierten elektronischen Musikinstrumenten im Zusammenhang mit dem Werk maßgeblicher Komponistinnen FWF (Künstlerischer Gruppenunterricht)
In der Betrachtung des Schaffens weiblicher Komponistinnen elektronischer Musik sollen das selbstständige Erstellen eines Instrumentariums sowie der Erschließung des Tonstudios als Musikinstrument thematisiert und vermittelt werden. Inspiration für die kompositorische Form und die neuartigen Aufführungssituationen entsteht oft aus einer Zweckentfremdung von Apparaten und die damit verbundene Möglichkeit zur kreativen und institutionellen Autonomie. Wie diese Möglichkeiten von einer Auswahl an Komponistinnen umgesetzt und genutzt wurden, ist ebenso Inhalt der Lehrveranstaltung wie einige praktische Beispiele, durch die die TeilnehmerInnen den unmittelbaren und oft spielerischen Charakter des Komponierens mit Technologie kennenlernen können. Ein tieferes Verstehen dieser Arbeit selbst, wie auch der Persönlichkeiten und der Errungenschaften der behandelten Komponisten sind das zentrale Thema dieser LV.


Dr.in Doris Leibetseder - Geschlechterdarstellungen in der Rock- und Popmusik (Proseminar)
Hegemoniale und subversive Geschlechterimaginationen und -konzeptionen werden anhand von Musikvideos erklärt. In der Einführung geht es um die Schnittstelle von Gender Studies und Cultural Studies, die weiter an den Begriffserklärungen von Hegemonie und Subversion vertieft wird. Hegemoniale Männlichkeitsbilder und Homosozialität in der Rock- und Popmusik werden vorgestellt u. daraufhin analysiert. Danach werden subversive Strategien der Geschlechterdarstellungen behandelt. Ausgehend von der These Judith Butlers, - laut der durch die Geschlechterparodie aufgedeckt wird, dass die Konstruktion der Geschlechtsidentität selbst eine Imitation ohne Original ist - werden subversiven Strategien wie die Parodie, die einen ähnlichen Effekt zur Folge haben, nämlich die Konstruktion des binären Geschlechtersystems und der heterosexuellen Matrix aufzudecken, in der Rock- und Popmusik analysiert.
Im Hauptteil der Lehrveranstaltung werden hegemoniale Bilder in der Rock- und Popmusik vorgestellt und analysiert, wo hier traditionelle Geschlechterrepräsentationen hervortreten, und als Gegengewicht subversive Strategien zur Geschlechterdekonstruktion behandelt. Musikbeispiele sind von Perfume Genius, Bruce Springsteen, Rolling Stones, Jonny McGovern, Prodigy, August, Angie Reed, Madonna, Sookee, Annie Lennox, Grace Jones, Scream Club, Conchita Wurst, Yo Majesty, Lady Gaga, Lesbians on Ecstasy, Björk, Peaches, Katastrophe, MEN, Tribe 8, The Lost Bois, etc. Der Schluss bildet dann eine kurze Zusammenfassung mit Problematiken und Aussichten subversiver Imaginationen und Konzeptionen von Geschlecht. Besonders wird Wert auf politische, sprachliche, visuelle, soziale und ästhetische Strategien zum biopolitischen und postidentitären Widerstand gelegt.

Mag.a.phil. Anna Benedikt, M.A. - Musik und Behinderung. Einführung in die Disability Studies aus musikwissenschaftlicher Perspektive FWF (Vorlesung+Übung)
Disability Studies" bezeichnet eine interdisziplinäre Forschungsperspektive, die die soziale, historische und kulturelle Konstruktion von Behinderung untersucht. In dieser Lehrveranstaltung wird hinterfragt wie Behinderung in musikalischen Kontext konstruiert/thematisiert wird. Wie beeinflusst die Kategorie Behinderung (musikalische) Identitäten)? Wie wird Behinderung in musikalischen Diskursen und Narrativen konstruiert? Wie wird Behinderung musikalisch verarbeitet.


Dr.in Susanne Sackl-Sharif - Zur Ästhetik von Geschlechterdarstellungen in der Popularmusik (Vorlesung+Übung)
Nach einer kurzen Einführung in Geschlechtertheorien werden ausgewählte Bereiche der Rock- und Popmusikforschung in Hinblick auf Geschlechterbilder und Genderaspekten diskutiert. Zum einen werden Männlichkeits- und Weiblichkeitsvorstellungen in unterschiedlichen musikalischen Genres wie Metal oder HipHop betrachtet. Zum anderen werden die Darstellungsweisen von Geschlechterbildern in unterschiedlichen Massenmedien wie Videoclips und Printmedien diskutiert und die Frage gestellt, welches Subventionspotenzial Videoclips und andere Medien der populären Kulturen innewohnt. Neben Referaten ist in der Lehrveranstaltung außerdem eine Beobachtungsübung auf einem Rock- oder Popmusikkonzert in Graz geplant, die gemeinsam von den Studierenden und den Lehrenden durchgeführt wird


Barbara Lüneburg, PhD - Identität - Undoing Gender FWF (Kurs)
In dem Kurs "Identität - Undoing Gender" soll in Gruppenarbeit die eigene Identität und empfundene Genderzugehörigkeit erschlossen, die Möglichkeit der Brechung vorgeformter Perspektiven und Rollen erforscht und beides künstlerisch dargestellt werden. Inhaltlich geht es darum theoretisch und künstlerisch-praktisch über Frage nachzudenken wie: Was ist Identität? Wie bestimmt sich Identität für mich persönlich? In meinem Umfeld, in meinem Kulturkreis? Wie empfinde ich meine Genderidentität? Inwieweit ist meine (Gender)identität von mir gestaltet? Wie ist sie von meiner sozialen Umgebung beeinflusst? Inwiefern kann (und will) ich aus vorgeformten Rollen heraustreten? In einem weiteren Schritt sollen diese Erkenntnisse in die Entwicklung eines Blogs (Identität - Undoing Gender), und eine audiovisuelle Installation (ev. verbunden mit einer Live-Aufführung) münden. Es geht dabei um eine künstlerische Realisierung in Firm von Texten, Bildmaterial, Videos, Interviews und Kompositionen (Remix, Soundscapes, Collagen), die auf dem Blog ausgetestet und in einer audiovisuellen Installation manifestiert werden sollen.