On the fragility of sounds - Über die Verletzbarkeit der Klänge

Über die Verletzbarkeit der Klänge ist ein zweijähriges PEEK-Forschungsprojekt, das Verbindungen von Komposition und zeitgenössischem Musiktheater mit feministischer Praxis aus kompositorischer Sicht untersucht. Kann Musiktheater ‘mit anderen Ohren’ komponiert und gedacht werden? Wir gehen von der Annahme aus, dass eine feministische Haltung die persönlichen Hörgewohnheiten verändern kann: das Hintergrundrauschen der Gesellschaft wird wahrgenommen, der Umgebungsraum in seiner Stille und Tiefe ausgelotet. Die Verletzbarkeit der menschlichen Existenz wird zum fragilen Klangkörper. Ziel des Projektes es, die Auswirkungen solcher Hörgewohnheiten auf den gesamten Kompositionsprozess zu erforschen – es geht uns jedoch nicht darum, vordergründig ‘feministische’ Werke zu schaffen. Vielmehr geht es darum zu erforschen, wie der Feminismus als eine politische Praxis den Kompositionsvorgang und Hörvorgang beeinflusst.

Das Projekt wird vom FWF Wissenschaftsfonds finanziert, PEEK Projekt AR 357.
http://www.fragilityofsounds.org/

Projektteam:

Pia Palme, PhD, geboren in Wien, ist Komponistin, Performerin und Theoretikerin. In ihren Kompositionen arbeitet sie mit Installationen, Elektronik oder Video in räumlichen Anordnungen. Dabei rückt sie die auditive Wahrnehmung sowie die menschliche Stimme  und deren verletzliche Körperlichkeit in den Vordergrund. Sie ist vielfältig als Experimentalistin tätig, improvisiert, schreibt Texte, lehrt und kuratiert. 2017 vollendete sie ihre Promotion zum Doctor of Philosophy im Fach Komposition an der University of Huddersfield mit ihrer künstlerischen Forschungsarbeit ‘The noise of mind: A feminist practice in composition’. Derzeit arbeitet sie als Projektleiterin und Forscherin des PEEK-Projektes “On the fragility of sounds” an der Kunstuniversität Graz und untersucht dabei den Kompositionsprozess als eine politische Praxis, u.a. anhand einer Musiktheaterproduktion.
piapalme.at

Christina Lessiak, MA, geboren in Klagenfurt, studierte Musikologie und interdisziplinäre Geschlechterstudien an der Karl-Franzens-Universität Graz, der Kunstuniversität Graz und der Aarhus Universität/Dänemark. Sie schloss die Lehre als Veranstaltungstechnikerin ab und arbeitet seit 2009 als Kulturschaffende in diversen Kontexten als Projektmitarbeiterin, Organisatorin, Workshopleiterin usw. (Zuletzt als operative Geschäftsführerin der IG Kultur Steiermark). Darüberhinaus ist sie als Musikerin und Songwriterin in mehreren Pop-Bands (maneki nekoc, Crush, Circle A) tätig. In ihren wissenschaftlichen Auseinandersetzungen beschäftigt sie sich mit Musik und Genderfragen. Zurzeit arbeitet sie an der Seite der Komponistin Pia Palme an dem PEEK-Projekt “On the fragility of sounds”, welches an der Kunstuniversität Graz durchgeführt wird.

Liebe Kolleg*innen, liebe Freund*innen der Musik, liebe Interessierte,

das Projektteam von 'On the fragility of Sounds' lädt Sie zu einer Premiere und einer Veranstaltungsreihe ein.
 
Treten Sie mit uns eine inspirierende Reise an, in die Welt der zeitgenössischen Musik, des Theaters, des Hörens und der Kultur: Die 'Fragility of Sounds Lecture Series' öffnet einen Raum zur Präsentation und Diskussion neuer Ideen und Forschungsergebnisse. Internationale Künstler*innen und Wissenschaftler*innen geben Einblick in ihre Arbeiten und Gedanken. Wöchentlich finden im Jänner, Februar und März Präsentationen und Diskussionsrunden statt. 

Als Auftakt präsentieren wir online die Premiere des experimentellen Musiktheaters WECHSELWIRKUNG am Mittwoch, den 13. Januar. 

Alle Veranstaltungen finden nur online statt. Die Teilnahme ist kostenlos und weltweit zugänglich.

Mit besten Wünschen für das neue Jahr, 

Pia Palme und Christina Lessiak

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Mittwoch, 13. Januar - 20 Uhr [CET/UTC+1]
Weltpremiere WECHSELWIRKUNG – eine Montage für das Anthropozän

Den Link zum Film, das Abendprogramm und Details zum Stück finden Sie unter https://www.fragilityofsounds.org/wechselwirkung/

Erleben Sie die Premiere des Musiktheaters WECHSELWIRKUNG, das in Kooperation mit dem Festival Wien Modern 2020 aufgeführt, aufgenommen und gefilmt wurde. 
Der Film wird zeitlich begrenzt unter https://vimeo.com/497323866 frei zugänglich sein.

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The Fragility of Sounds Lecture Series
Donnerstag, 21. Januar - 17 Uhr [MEZ/UTC+1]
Germán Toro Pérez: Instability and Contingency. Some thoughts about the performance of live electronic music.
Paola Bianchi: ELP – An artistic research project
 
Donnerstag, 28. Januar - 17 Uhr [MEZ/UTC+1]
 
Georgina Born: Listening after Whitehead: Nonhuman Sound, Fragility, and Care
Juliet Fraser: In the thick of it: further reflections on the mess and the magic of collaborative partnerships

… die Veranstaltungsreihe läuft bis März 2021, mit Beiträgen von Malik Sharif, Christina Lessiak, Darla Crispin, Electric Indigo, Elisabeth Schimana, Flora Könemann, Aistė Vaitkevičiūtė, Sarah Weiss, Veza Fernandez, Chikako Morishita, Pia Palme. >> https://www.fragilityofsounds.org/fragility-of-sounds-lecture-series

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