Diversität

„Die Kategorie Gender bildet Schnittmengen mit den Kategorien Ethnizität, Klasse, Alter, sexuelle Orientierung, Weltanschauung oder Religion, wobei diese Überlagerungen in aktuellen Diskursen über Diversität und Intersektionalität thematisiert werden. Während Diversität/Diversity ein Begriff ist, mit dem eher kulturelle oder gesellschaftliche Typisierungen von Personen als Differenzkategorien und Heterogenitäten angesprochen und betont werden, bezieht sich Intersektionalität auf die Frage der vorhandenen Überschneidungen dieser Kategorien sowie auf die Frage der daraus resultierenden Konsequenzen. […] Neben Anti-Diskriminierung ist es das Ziel, eine wertschätzende Haltung gegenüber der Vielfalt der Menschen an der KUG zu fördern. Darüber hinaus gilt es, in Lehre, Kunst und Forschung ein erweitertes Wissen um Diversität und die Zusammenhänge von Gender mit anderen Kategorien wie Ethnizität, Klasse, Alter, sexuelle Orientierung, Weltanschauung oder Religion etc. zu generieren. Dazu gehört die theoretische Diskussion und praktische Reflexion von Themen wie Identitätsbildung, Integration/Inklusion und Segregation, Inter- und Transkulturalität, Migration und Transmigration oder Globalisierungsdebatten und Postcolonial Studies. Die Einbindung solcher Themen in den Ausbildungsbereich von Musik, Theater und Musikologie ist bislang keineswegs selbstverständlich, gehört jedoch zu den Herausforderungen, denen sich die KUG stellen wird, um aktuellen Tendenzen des internationalen bzw. globalen Kunst- und Wissenschaftsbetriebs zu begegnen.“

Entwicklungsplan der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz 2016-2021

 

„Chancengleichheit, Gender Mainstreaming sowie Diversität sind und bleiben Qualitätsmerkmale der KUG und stellen sicher, dass die Kreativität und das Potenzial aller optimal in die Lehre – wie auch in EEK und Forschung – einfließen.“

Entwicklungsplan der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz 2018-2024

 

„Die Gleichstellung von Frauen und Männern, die Ermöglichung sozialer Chancengleichheit und die Berücksichtigung der Erfordernisse von behinderten Menschen sind leitende Grundsätze, denen die öffentlichen Universitäten gemäß Universitätsgesetz verpflichtet sind. Diese Grundsätze gelten für alle Bereiche des universitären Lebens – Forschung bzw. Entwicklung und Erschließung der Künste, Lehre und Verwaltung – und für alle Mitglieder der Universität – künstlerisch-wissenschaftliches Personal, allgemeines Universitätspersonal und Studierende. Die Kunstuniversität Graz ist in vielerlei Hinsicht ein Beispiel für konstruktiv gelebte Vielfalt, es gilt darüber hinaus noch zahlreiche Herausforderungen zu meistern.“

VRin Barbara Boisits in: Gender und Diversity an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz – Bericht 2015.