Künstlerin/innen des Monats

Jeden Monat stellt das Zentrum für Genderforschung eine Künstlerin bzw. Künstlerinnen vor.

Künstlerin des Monats November 2017 - Onutė Narbutaitė

(C) LMIPC

 

Veranstaltungstipp:

Onutė Narbutaitė im Portrait

10.-11. November 2017

Programm

 

 

Onutė Narbutaitė, geboren 1956 in Vilnius, litauische Komponistin.

 

Onutė Narbutaitė wurde am 12. Juni 1956 in Vilnius geboren und ist die bekannteste litauische Komponistin. Sie studierte Komposition von bei Prof. Julius Juzeliūnas an der Lithuanian Academy of Music and Theatre. Von 1979 bis 1982 lehrte sie Musiktheorie und Musikgeschichte an der Klaipėdia Faculty oft he Lithuanian State Conservatory. Seit 1982 konzentriert sie sich einzig und allein auf ihre kreativen Arbeiten und lebt in Vilnius.

Onutė Narbutaitė hat bereits mehr als 30 CDs mit ihren Kompositionen produziert. Diese wurden in und auch außerhalb Litauens veröffentlicht. 2006 wurde eine Monografie über ihr Werk Skiautinys mano miestui, geschrieben von Audronė Žiūraitytė herausgegeben (A patchwork for my city; Vilnius: Lithuanian Academy of Music and Theatre, Lithuanian Composers’ Union, 2006).

Noch in den 80er Jahren genoss sie den Ruf als Komponistin subtiler Kammermusik. Ihre ersten Open sind durchdrungen von Darstellungen der ‚Nacht‘, ‚Stille‘ und ‚Vergessenheit‘. In den folgenden Jahren veränderte sich die Musik der litauischen KomponistInnen aufgrund der Unabhängigkeit Litauens. Zunächst widmete sich Narbutaitė groß angelegten sinfonischen und symphonisch-stimmlichen Werken. Narbutaitė hat ihre unbestreitbare kreative Unabhängigkeit bewahrt und eine ausdrucksstarke musikalische Sprache entwickelt, geprägt von Intellektualismus und strukturellem Denken, expressiver Instrumentierung und eindringlicher melodischer Qualität, vertikal übereinander gestapelten Klängen und einem intensiven musikalischen Fluss. Die subtile Klangphantasie in ihrer Musik steht in Einklang mit den kulturellen Bezügen, die es in ihrer Kultur zu finden sind.

In Litauen und sogar jenseits der Grenzen ist die Komponistin immer noch als Repräsentatorin neoromantischer Kunst bekannt. Jedoch helfen ihr ausländische Kritiken, die dieses „Markenzeichen“ der Neoromantik ablehnen, dieses Etikett abzuschütteln. Schließlich könnte der Begriff „romantisch“ hier nur zur Beschreibung der kraftvollen Emotionen verwendet werden, die von dieser Musik ausgehen. Eine Emotion, die der der romantischen Musik ähnelt, aber auf ganz andere Weise erreicht werden und zwar diejenigen, die dem 21. Jahrhundert zugeordnet werden.

 

Quelle:
www.mic.lt/en/database/classical/composers/narbutaite/